Solidarische Landwirtschaft, Anteil Kalenderwoche 24

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Wochenanteil Solidarische Landwirtschaft

Es grünt so grün!

Hier mal wieder der wöchentliche Anteil (Kostenfaktor: 45 Euro) unserer solidarischen Landwirtschaft vom Kattendorfer demeter-Hof in der Nähe Hamburgs, frisch abgeholt im innerstädtischen Hofladen. Unsere geneigten Augen sehen hier, ungefähr im Uhrzeigersinn:

2 Liter Milch, 1 kg Kartoffeln, jeweils 1 Bund Petersilie und Schnittlauch, 1 Blumenkohl, 1 Kohlrabi, 130 g Butter, 120 gr Tortenbrie, 130 gr Bockshornklee-Gouda, 500 gr Quark, 250 ml saure Sahne, 3 Fenchel, 250 gr Erdbeeren, 350 gr Hüft- und Filetsteak, Mangold, 1 Salat, Radieschen, 350 gr Bratwurst, Frühlingszwiebeln.

Hurra!

Denkbare Verwertungsmöglichkeiten:

  • Brotzeit
  • Blumenkohl-Kartoffel-Curry
  • Steak mit Fenchel-Rahmgemüse
  • Mangold-Quiche mit Salat
  • Käse-Salat (und Bratwurst)
  • Kartoffelpuffer mit Käse und Thymian
  • Radieschen und Kohlrabi und Erdbeeren knuspern wir hier zwischendurch und roh nieder.

Außerdem habe ich in den letzten Wochen Rindergulasch gesammelt und eingefroren und möchte es am Wochenende verkochen. Das wird sicher extrem lecker.

Und mit dem Schrebergarten sieht es auch gut aus. Läuft hier so weit, zumindest erdtechnisch.

Drei gute Dinge auf dem Teller: Hugh Fearnley-Whittingstall

Drei gute Dinge: Kartoffel, Steckrübe und Ei.

Ich bin ja bekennende Nicht-Kochbuch-Nutzerin, aber dieses Buch hat es mir angetan. Und das kam so: Ich stand jüngst im Winter in der Bücherei vor den Kochbüchern. Einfach so, eigentlich nur, um etwas blicklos vor mich hinzustieren, ich habe es nicht so mit Kochbüchern, aber das Regal ist schön bunt. Doch dann! dieses Buch sprang mir ins Auge, da auf dem Cover vier Dinge waren, die fast alle zu Hause haben, also zumindest ich: Brot, Porree und Käse. Und ein lustig schauender Mann. Damit konnte ich etwas anfangen. Ich schlug das Buch auf und fand als erstes das oben stehende Foto, was unfassbar gut für mich aussieht, mein Blick schweifte zu der Zutatenliste und fand erfreulich wenig Chichi. Und: STECKRÜBE! Ich war etwas fasziniert. Mit Steckrüben konnte ich mich zu dieser Zeit totwerfen, im Hofladen war das Steckrübenangebot im Winter konsistent und üppig. Und da war einfach etwas in einem Kochbuch, was ich geilo finde, und es enthält einfach so Steckrübe!

Das Buch besticht außerdem durch sein Grundkonzept: jedes Rezept besteht aus drei Hauptzutaten und sonst nicht allzu vielem. Das reizte mich.

Ich nahm das Buch also mit und kam zu Hause aus dem Rezepte-Markieren gar nicht mehr heraus. Das Buch hat sehr viele tolle Seiten (hehe!), die ich niemanden vorenthalten möchte und es für mich zu einem extrem guten Kochbuch machen.

  • Die Zutatenlisten sind wirklich kurz und ich muss keine langen Einkaufslisten schreiben, weil ich meist alles im Hause habe, was es neben den drei Grundzutaten braucht.
  • Es gibt sehr viele vegetarische Rezepte.
  • Im Glossar sind wirklich alle Zutaten zu finden, was es für Biokisten- und Hofladen-Nutzerinnen einfacher macht. Wenn ich Rote Bete habe, kann ich nach Roten Beten suchen und werde zu allen Rezepten mit dieser Zutat geführt.
  • Das Angebot an Rezepten mit Wintergemüse ist sehr groß, was ich enorm spannend finde. Interessante Dinge mit mediterranem Gemüse kochen kennt man ja inzwischen zur Genüge. Pastinaken, Möhren, Rüben: da wird es für mich experimentell. Eintöpfe und Ofengemüse kann ich, aber darüber hinaus gibt es in diesem Buch viel zu entdecken.
  • Und das Wichtigste: Die Kombinationen sind wirklich interessant. Rote Bete mit Walnußpesto und Feta? Pastinake und Blätterteig? Johannisbeeren mit Vollkornkeksen und Ziegenkäse? Ich dachte beim Kochen, ich wüsste, was dabei geschmacklich herauskommt. Aber ich wurde überrascht, und zwar mehr als positiv überrascht.

Einziger kleiner Nachteil: die Rezepte, die ich ausprobiert habe, gestalten sich trotz der kurzen Zutatenlisten relativ zeitaufwändig, weil der Autor viel mit dem Backofen und oft mit vorgaren arbeitet. Für einfach mal so abends kurz was in die Pfanne schmeißen habe ich noch nichts getestet. Das tut meiner Begeisterung allerdings wenig Abbruch.

Und was soll ich sagen: kurz bevor ich das Buch nach der dritten Verlängerung voller Trauer in die Bücherei zurück bringen musste, schenkte Schwester 2 es mir zum Geburtstag. Läuft bei mir.

Solidarische Landwirtschaft; Anteil KW 17

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Mein dieswöchiger Anteil vom demeter-Hof der Solidarischen Landwirtschaft

Wie jede Woche zuckelte ich mit meinem Hackenporsche zum Hofladen der Solidarischen Landwirtschaft, um mir meinen wöchentlichen Anteil unter den Nagel zu reißen. Für meine 45 Euro bekam ich folgende demeter-Güter (auf dem Foto starte ich ich links oben, dann im Uhrzeigersinn Richtung Mitte): 400g Spinat, 400g Weißkohl, 200g Porree, 300g Möhren, 300g Sellerie, 3l Milch, 1 Kopfsalat, 500g Dinkelvollkornmehl, 230g Beefsteak, 100g Frischkäse, 120g Bockshornklee-Gouda, 1 Pfeffersäckchen, 120g Butter, 250ml Saure Sahne, 1kg Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 60g Schinken, 250g Quark, 1 Beinscheibe, 80g Ziegenfrischkäse.

Daraus werde ich zubereiten und verspeisen:

  • 1 Brot und damit und dem Aufschnitt eine Brotzeit und einige Frühstücke
  • Quiche mit Spinat
  • Weißkohlsalat mit Gado Gado-Dressing
  • Beefsteak mit Salat
  • Rindersuppe
  • Kartoffeln und Schinken (mit Spargel)

Den Quark, die Milch und der Aufschnitt werden im alltäglichen Verbrauch verputzt. Ganz alleine von diesem Anteil können wir uns nicht ernähren: Die Milch reicht nicht ganz für eine Woche, wenn die Krabbe da ist, und Obst, Nudeln, Eier etc kaufen wir zu, genauso wie andere verarbeitete Sachen, Dosenvorräte und Ähnliches. Insgesamt haben sich die Supermarkteinkäufe aber sehr reduziert, da wir vermehrt das essen, was gerade da ist und damit manchmal kaum hinterher kommen. Und wie man sieht: der Frühling gibt inzwischen schon einiges an Frischem her.

Und nun. Nun möchte ich einen größeren Kühlschrank!

Solidarische Landwirtschaft, KW 13

Anbei die Ausbeute meines wöchentlichen, 45 Euro teuren Anteils am demeter-Hof. Ich beginne auf 12 Uhr:

3 Liter Milch, 500g Quark, 250g Feldsalat, je ein Bund Petersilie und Schnittlauch, 120g Butter, 80g Asiasalat, 100g Frischkäse, 1,25g Kartoffeln, 600g Dinkelmehl, 1 Steckrübe, 1 Rote Bete, 600g Zwiebeln, 120g Möhrengouda, 120g Tiefländer, 200g Rinderhüftsteak, 350g Bratwurst.

Davon soll gekocht werden:

  • Steak mit Salat
  • Bratwurst mit Kartoffelstampf, Zwiebeln und Salat
  • Pellkartoffeln mit Kräuterquark
  • Steckrübe mit Kartoffel und Ei
  • Rote Bete mit Feta und Walnüssen
  • Brot, selbst gebacken, mit Käse – also Brotzeit

Solidarische Landwirtschaft – Wochenration KW 11

Für meine persönliche Statistik, aber auch für interessierte LeserInnen, werde ich hier ab und an mal meine Ausbeute aus dem Hofladen präsentieren und was ich damit anzufangen gedenke.

(Eine Anmerkung zu meinem heutigen Erleben: ein Einkaufstrolley (aka Hackenporsche), den ich zum Transport vom und zum Hofladen nutze, schmälert vor allem dann mein Selbstbild, wenn ich damit die Fähre entere und diese mit hotten jungen Hipstern besetzt ist. Ein paar von denen haben wir nämlich im Stadtteil. Und falls die jemals bei meinem Anblick an wilden, lüsternen Sex gedacht haben, dann ist dies nun sicherlich vorbei, was mich ein wenig traurig macht. Noch nie in meinem Leben fühlte mich Hipstern so wenig zugehörig wie mit meinem Hackenporsche. Und es macht mich recht nachdenklich, dass ich mich anscheinend normalerweise, also ohne Hackenporsche, schon ein bisschen wie eine Hipster fühlte, was ich gar nicht gemerkt habe. Es ist alles sehr interessant.)

Wir sehen hier also für den wöchentlichen Anteil von 45 Euro folgendes:

3 Liter Milch, 150 gr Butter, 150 gr Camembert, 100 gr Gouda, 500 gr Quark, 1,25 kg Kartoffeln, 600 gr Zwiebeln, 800 gr Sellerie, 600 gr Möhren, 280 gr Feldsalat (wegen Abernte durfte ich so viel mitnehmen, wie ich wollte), 500 gr Roggenvollkornmehl, 300 gr Hüft- und Rumpsteak, 150 gr Fleischwurst, 50 gr Wildschwein-Schinken. (Fleisch habe ich diesmal nicht ausgereizt, mir stehen eigentlich 700 gr zu, aber ich habe noch einiges aus letzter Woche.)

Daraus werden folgende Hauptmahlzeiten zubereitet:

  • ein Brot, mit dem mindestens eine Brotzeit absolviert wird und natürlich Frühstücke
  • Pfannkuchen mit eingebackenen Schinken
  • Salat als Beilage oder Hauptmahlzeit, je nachdem
  • vegetarische Bolognese
  • Butterkartoffeln mit Quark
  • Steak mit Zwiebeln und Möhren
  • evtl Schweizer Wurstsalat, falls noch Fleischwurst und Käse übrig bleiben

Das sind alles nicht zwingend Familienportionen, aber es macht mich immer noch recht zufrieden, wobei man nicht vergessen darf: wir darben ja feldfrüchtetechnisch. Die Vorräte aus dem Herbst sind auf dem Hof aufgebraucht, der Frühling gibt noch nicht viel her. Aber für die nächsten zwei Wochen wurden schon vorsichtig Frühlingskräuter und Spinat angekündigt.

Hossa!