Über mich

Jahrgang 1980, studierte Sozialwissenschaftlerin, norddeutsch, gerne Sport treiben, lesend, ins Kino gehend. Mein Studienschwerpunkt war „Soziologie der Geschlechter“, und erstaunlicherweise verdiene ich seither mit diesem Themenkomplex mein Geld, mehr oder weniger lebenslaufunbrüchig und stets in großer Teilzeit. Abgesehen von der Teilzeit ändert sich das allerdings gerade: nach vier Jahren als Referentin in der Bundespolitik arbeite ich jetzt in der Kommunal-Parteipolitik, was mehr Koordination und weniger Fachliches bedeutet. Besonders glücklich bin ich darüber, dass ich nun nach 2,5 Jahren Extrempendeln zwischen Hansestadt und Berlin nur noch einen Arbeitsweg von 32 Minuten habe.

Befristete Arbeitsverträge sind, wie für alle in der Politik und die meisten meiner Umgebung, ein großes Thema für mich.

Umso mehr, als dass ich seit Anfang 2013 Mutter bin und seit Ende 2013 eine – ja, wie nennt man das? Für so etwas gibt es (noch) kein Wort. Alleinerziehend bin ich nicht, da ich mir die Erziehung mit dem Papa teile, so ist zumindest der Plan. Single Mom bin ich ebenfalls nicht. Ich bezeichne mich mittlerweile selbst in Gesprächen als getrennt erziehend. Das habe ich des Öfteren im Netz gelesen und finde es passend, gut von der Zunge perlend und vor allem nicht aussagekräftig dem aktuellen Beziehungsstatus gegenüber. Der ist in dem Kontext ja auch eigentlich egal. Ich lebe mit meinem Freund und meiner Tochter, wenn sie denn nicht beim Vater ist, in einer schönen Wohnung und fühle mich sehr angekommen.

Da ich immer noch keine endgeile Möglichkeit gefunden habe, im Schriftlichen ordentlich zu gendern, werde ich versuchen, für Gruppen von Menschen etwa gleich oft die männliche und die weibliche Form in meinem Blog zu verwenden. Damit meine ich dann jeweils auch das andere Geschlecht. Wenn ich also von „Schaffnern“ schreibe, meine ich auch Schaffnerinnen – so weit, so gängig. Schreibe ich von „Referentinnen“, meine ich auch Referenten. Nehmt dies, ihr Anhänger des generischen Maskulinums!

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16 Kommentare zu “Über mich

  1. HahTse sagt:

    Ich persönlich mag ja die Eichhörnchen-Form. Also statt „der/die Schaffner/in“ „das Schaffnereichhörnchen“ oder „das Referenteneichhörnchen“. 😉

    • jongleurin sagt:

      Ah, die Piraten-Variante, oder? Ich habe jetzt auch die -ix-Variante kennengelernt: das Schaffnerix. Das ist halt sehr Asterix und Obelix, hat aber einen gewissen Charme!

  2. Greta sagt:

    Danke für den Ausdruck „getrennt erziehend“! Das kannte ich noch nicht, finde es aber ganz passend für Wechselmodelle. – Werde jetzt auch öfter mal hier lesen, wie Ihr das getrennte Erziehen so hinbekommt. Schön, einen anderen Blog mit Wechselmodellerfahrungen zu finden! Viele Grüße Greta

  3. Hallöchen, ich such für einen Beitrag in der Evangelischen Zeitung einen Hamburger Patchwork-Papa. Ob dein Freund mal mit mir schnacken würde? Ich bin erreichbar über anna@heidelberg-stein.de – lieber gestern als heute (;

  4. Hi Greta, kann man Dich auch per E-Mail erreichen? Ich finde kein Impressum auf Deiner Seite. Susanne
    stiefmutterblog@gmail.com

  5. Greta sagt:

    Schaue so gern auf Deinem Blog vorbei, dass ich Dich jetzt auch in meine neue Linkliste aufgenommen habe! Danke auch Dir für den Link, den seh ich jetzt erst… Beste Grüße! Greta

  6. Frau Pingaga sagt:

    Ah, Dein Kind ist von Anfang 2013? Wann denn genau? Schreibst Du mir das mal irgendwo? Bin ja neeeugierig… 🙂 Vielleicht sind unsere ja exakt 1 Jahr auseinander!?

  7. Christiane sagt:

    Ich bin 10 Jahre älter und habe ähnlich studiert. Das Grundstudium habe ich fast nur feministische Seminare besucht. Wir durfte uns damals noch den Semesterplan und somit fast das ganze Studium selbst zusammen stellen. Manchmal dachte ich, wir brauchen inzwischen keinen Kampf mehr für Frauenrechte, Gleichberechtigung… Aber weit gefehlt, wie sich nach dem Studium herausstellte. Noch schlimmer als ich vor ca 10 Jahren verarmt bin. Da bekam ich einen Schock, denn scheinbar wurde ich etwa 200 Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Diese männerdominierten Unterschichten finde ich erwähnenswert. Einerseits wünsche ich keiner Frau, in solchen Kreisen verkehren zu müssen, andererseits ist es durchaus sinnvoll überall mal hinein zu schnuppern, da sie durch ihre Arbeit etwas verändern könnten.
    Schönen Sonntag-Abend und viele Grüße

  8. Mitzi Irsaj sagt:

    Ich hab kein Kind und komm aus dem Süden. Auch sonst ganz andere Eckdaten und trotzdem oder gerade deswegen auf deinem Blog hängen geblieben. Man liest ja gerne das was man nicht täglich um sich hat – vor allem wenn es locker und so ansprechend geschrieben ist.
    Ich schaue hier sicher oft noch vorbei. Dein Gravatarbild hat mich angelockt 🙂

    Liebe Grüße
    Mitzi

  9. kat+susann sagt:

    Liebe Jongleurin, wir haben dich für den mystery blogger award nomniert, wenn du Lust hast, mach gerne mit! kat+susann

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