Zum Bechdel-Test

Was ich persönlich noch interessant finde nach einem Film, ist die Frage, ob er den Bechdel-Test bestanden ist. Dieser ist inzwischen einigermaßen bekannt, aber ich stelle ihn kurz vor.

Damit ein Film den Test besteht, muss er drei Kriterien erfüllen.

1. Es muss mehr als eine Frauenfigur vorkommen, die eine Sprechrolle hat und einen Namen trägt.

2. Beide Frauen müssen miteinander sprechen.

3. Sie müssen über etwas anderes als Männer miteinander sprechen.

Das ist nichts wissenschaftliches, sondern basiert auf einem Comic der Zeichnerin Joan Bechdel, der von der feministischen Szene eifrig okkupiert wurde und seitdem im Netz immer öfter Erwähnung findet. Er zeigt, wie wenig Frauen im Kino vorkommen, und dass wenn sie vorkommen, dies meist in Bezug auf Männer der Fall ist. Das ist natürlich beliebig austauschbar- genauso könnte man einen Test darüber einführen, ob Männer in Filmen nur in Bezug auf Erwerbsarbeit dargstellt werden, Kinder nur in Bezug auf ihre Eltern oder die Diskriminierung von Raumfahrern untersuchen. Ist mir bewusst, aber ich beziehe mich hier nur auf den originären Bechdel-Test.

Nach einem Kinofilm, sollte er hier Erwähnung finden, werde ich den Bechdel-Test anwenden. Wer das nicht mag, muss weg gucken.

 

6 Kommentare zu “Zum Bechdel-Test

  1. […] Zum Bechdel-Test […]

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