Plakatieren. Wahlkampf an der Basis.

Ja, zu diesem Parteiengagement gehören ja nicht nur schicke Funktionen, fancy Anträge und aufregende Gremiensitzungen, oh nein! Gerade im Wahlkampf wird man gerne mal von seinem Ortsverein-Vorstand angefragt, ob man nicht auch gerne mal plakatieren oder am Infostand Flyer verteilen will, um den eigenen Chef wieder in den Bundestag zu bringen. Man wird durchaus lieb angefragt, aber wenn der Vorstand im eigenen und im Nachbarbüro sitzt, weist er eine gewisse zermürbende Penetranz auf, kombiniert mit düsteren Zukunftsprognosen für die eigene Büro-Beliebtheit, wenn man zu oft nein sagt. Abgesehen davon sehe ich es ja ein: wenn nicht mal die Hauptamtlichen ihren Körper hinhalten, warum sollten es dann die anderen tun? Und es ist ja nur gut für mich, wenn mein Job länger als bis zum 24. September existiert.

Ich war also ein paar Mal am Infostand, das ist ganz okay, denn ich wohne nicht dort, wo ich organisiert bin. In dem Falle finde ich das super. Und seit heute darf ich mich als erfahrene Plakatiererin bezeichnen, das war sogar noch besser. Man ist halt hinterher voller Kleister. Und man fühlt sich durchaus merkwürdig, wenn man den Vormittag damit verbringt, seinem Chef mit einer kuschelig-weichen Bürste voller schmierigen Zeug übers Gesicht zu puscheln. Aber ich kann das.

Demokratisches Engagement. So was sagt einem vorher auch keiner.

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