Per Anhalter durch die Galaxis

Douglas Adams mag ich sehr gerne, und „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist ein bereits oft gelesenes Werk in meinem Bücherregal. Jüngst fischte die Krabbe das Buch heraus und wollte, dass ich vorlese. Ich folgte dem Wunsch, und siehe, wir haben nun schon zwei Tage am Stück gelesen, was mir viel Spaß macht. Ich muss der Vierjährigen zwar viel erklären – Anhalter, Galaxis, Bulldozer, „Keine Panik“, Umgehungsstraße, Haus abreißen, Baupläne sind bisher die wichtigsten Begriffe gewesen -, aber sie folgt interessiert. Arthur Dents etwas kindliches Gemüt scheint ihr nicht allzu fern zu sein. Dass er sich vor einen Bulldozer in den Matsch legt, fand sie zumindest nicht erklärungsbedürftig.

Auf jeden Fall macht das mehr Spaß als „Lea im Zoo“, diese sehr uninspirierte Bla-Geschichte, die gerade bei der Krabbe hoch im Kurs steht.

Ich muss das Ganze proaktiv angehen, die Bilderbücher sind zwar immer noch en vogue bei uns, aber der Geschmack verändert sich doch schon sehr gerade. Ich finde tatsächlich, dass viele Kinderbücher ungeheuer schlecht geschrieben sind, von meinen Ansprüchen an nicht-stereotype Darstellungen ganz zu schweigen, und ich mag mich nicht die ganze Zeit ärgern, während ich vorlese. Wird Zeit, dass ich auf die Suche gehe nach geeigentem Vorlesematerial, falls der Anhalter durch die Galaxis seine Faszination irgendwann verliert.

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8 Kommentare zu “Per Anhalter durch die Galaxis

  1. Maike sagt:

    Ich greife bei meinen Kindern immer wieder zu meinen alten Kinderbüchern weil ich den Großteil der neuen Bücher ausgesprochen schlecht finde.

    • jongleurin sagt:

      Das verstehe ich absolut, so mache ich es bisher auch. Allerdings haben mich die „Kinder von Bullerbü“ so im Nachgang ziemlich schockiert, zumindest das Frauenbild. Andererseits hat mir das auch nicht geschadet… na ja, mal sehen.

  2. Als mein Jüngerer neun war, also vor 12 Jahren, habe ich immer die „Geschichten vom wilden Max“ vorgelesen. Diese Bücher sind zwar auch „neuzeitlich“, aber der Junge hat sie geliebt, vermutlich, weil er sich so drin wiederfand 😉
    Zu meiner Zeit gabs die (ähnlich gearteten) Bücher „Alfons Zitterbacke“, aber mit denen konnten meine Söhne gar nichts anfangen, weil sie halt die DDR nicht kennen 😉

    • jongleurin sagt:

      Klingt interessant, das schaue ich mir mal an… ich habe auch das Gefühl, dass es bisher nicht so sehr um den Inhalt geht, sondern um das Prinzip „Buch, für das ich eigentlich noch zu klein bin, vorgelesen bekommen“ 🙂

  3. Fastdäne sagt:

    Moin, moin,
    naja, die Trilogie hat ja vier Bände, obwohl, da gibt’s durchaus ja hässliche Wesen. Die Vogonen sind ja nicht die aller freundlichsten Wesen. Dann kennt die Krabbe aber jedenfalls bald die Wichtigkeit ihres Handtuchs und die magische Bedeutung von 42.
    Berichte doch mal, wie sie mit der Logik des Restaurants am Ende des Universums umgeht.
    Gruß Frank

    • jongleurin sagt:

      Mach ich. Sind ja auch kaum noch 1200 Seiten, und in den ersten drei Tagen bin ich nun auf Seite 20 angekommen. Also schau nächstes Jahr nochmal hier rein 🙂

  4. Maria sagt:

    Hallo liebe Jongleurin, wir lesen mit unserer 6-Jährigen gerade „Elliot und Isabella“, die wir sehr unterhaltsam und gut geschrieben finden. Jetzt aktuell müssen wir gerade durch ein „Conni-Tal“ durch, aber es gibt sie, die guten Kinderbücher. Könnte mir vorstellen, dass auch „Schluri Schlampowski“ gut bei deiner etwas jüngeren Tochter ankommt. Liebe Grüße nach Hamburg!

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