Reisebericht Thailand, Tag 1-4

Es folgt: eine Reisebericht. Wen das nicht interessiert, überspringe bitte diesen Text! Ist aber immerhin mit Fotos.

Nachdem ich die Krabbe am Montag in die Kita gebracht hatte, verbrachte ich einen relativ entspannten Pack- und Putztag zu Hause, und gegen halb vier nachmittags brach ich mit D. dann zum Flughafen auf. Eine etwas irre Car2go- und ÖPNV-Kombi später hatten wir unser Gepäck aufgegeben und flogen zunächst nach Istanbul. Ich war ziemlich gerädert, die Nacht zuvor hatte ich nicht gut geschlafen, und natürlich machte ich auch kein Auge zu, bis wir in Istanbul aus dem Flieger stiegen und zum Glück nur 1,5 Stunden auf den Anschluss nach Bangkok warten mussten. Auf den folgenden neun Stunden Flug konnte ich zumindest etwas dösen, dennoch war ich erschöpft, als wir um 15:30 Uhr Ortszeit in Bangkok ankamen. Die Hitze, die uns entgegenschlug, war einerseits körperlich frappierend – immerhin fast 40 Grad Temperaturunterschied zu Hamburg- , andererseits herrlich. Schon am Flughafen hatte ich mir euphorisch meine Thermoleggins und meine Strickjacke vom Leib gerissen, so dass ich sommerlich gekleidet war. Schon schön, so 30 Grad im Februar!

Per Taxi (in dem ungefähr 18 Grad herrschten, ich wollte meine Thermoleggins wieder) fuhren wir in unser Guesthouse, das Lamphu House in der Nähe der Khao San Road. (Günstig, sauber, ruhig, ich war schon zum zweiten Mal dort und kann das empfehlen!)

Nach dem Einchecken und einer schnellen Portion Pad Thai im recht schönen und ruhigen Innenhof des Lamphu Houses machten wir noch einen Spaziergang in Richtung Khao San. Ich hatte schon wieder Hunger, mein Körper reagierte etwas merkwürdig auf die Belastung des Schlafmangels. Außerdem erzählte er mir die ganze Zeit, dass er weder laufen noch sitzen noch stehen wollte. LIEGEN! Befahl er recht vehement. So sorgte ich nach einem leckeren Salat in einem kleinen Restaurant dafür, dass dieser Wunsch erfüllt wurde und schlief um 21 Uhr im Guesthouse ein. Leider war mein Körper, dieser miese Verräter, überzeugt, dass es sich lediglich um einen Mittagsschlaf handeln konnte. Nach deutscher Zeit hätte er damit auch recht gehabt, aber in diesem Falle lag ich ab 23 Uhr wach und hatte wieder Hunger. Meine Güte! D. Besorgte mir im 7/11 Schokoriegel, ich las noch viel und schlief um 2 Uhr endlich wieder ein.

Um 7 Uhr morgens war ich wieder wach und – was auch sonst – hungrig. Und extrem gerädert. Das würde sich in den nächsten Tagen auch nicht mehr ändern, zumindest die Dösigkeit blieb mir bis Tag drei erhalten… der Magen passte sich dann doch recht schnell an. Bei der Hitze hat man eh nicht so viel Appetit, aber das Essen war genauso lecker und frisch und überall in schmackofatz-Qualität erhältlich, wie ich es erinnerte. Eine Mango vom Stand, eine Portion Nudeln aus der Garküche, eine Knoblauchsuppe hier, ein Fleischspießchen dort… herrlich, das.

Wir unternahmen in Bangkok noch einiges, aber ich wollte es zunächst ruhig angehen lassen, so dass es deutlich weniger wurde als zunächst angedacht. Wir besuchten das Paragorn Siam, ein schickes Einkaufszentrum mit einem riesigen Buchladen, in dem ich mir noch zwei Bücher von Hilary Mantel und Neill Gaiman zur Reiselektüre besorgte.

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Jim Thompson-House von vorne

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Wohnzimmer des Jim-Thompson-House; eigentlich eine große, überdachte Terrasse. Der Mann wusste, wie man es sich nett macht!

Das Jim-Thompson-Haus schauten wir uns auch noch an, wo ich mich im angeschlossenen Seiden-Geschäft sehr in die Stoffe, Schals und Kissenbezüge verliebte. Aber was soll ich sagen, mein Geschmack ist zu exquisit für meinen Geldbeutel. 300 Euro für einen Seidenschal ist dann doch zu viel. Aber Himmel, war der weich, und ich hätte mich bestimmt gefühlt wie eine Königin, wenn ich ihn getragen hätte. Ach! ACH!

Wir gingen zweimal etwas schicker essen, einmal am Fluss in einem schönen Fischrestaurant, und einmal lud D. mich sehr opulent in ein gehobenes thailändisches Restaurant ein. Über den Rechnungsbetrag hielt er sich nicht bedeckt, und so erfuhr ich, dass ich nie zuvor so teuer gespeist habe. Und das im doch sehr günstigen Thailand! Der D. mal wieder.

Wir versuchten außerdem, ins Kino zu gehen, allerdings waren wir so spät dran, dass die Vorstellung schon ausverkauft war. Und wir besuchten China Town, ein sehr wuseliges Durcheinander an Straßenständen, und ich darf verkünden: es gibt dort glücklicherweise eine öffentliche Toilette für etwa zehn Cent Nutzungsgebühr, für die ich extrem dankbar war. Danke nochmal, liebes Bangkok. Dieser Moment war zumindest ein kleiner Höhepunkt meines Tages gewesen.

Ansonsten fuhren wir viel Taxi, das ist nicht teuer in Thailand, aber ich mag das ja nicht. Zu intim immer mit dem Taxifahrer! Aber das Touri-Viertel, in dem unser Guesthouse liegt, ist nicht an die Öffis angeschlossen. Umso mehr freute ich mich,dass wir ein paar Mal die offenen Personenfähren auf dem nahegelegenen Fluss nutzen konnten, ein echtes Highlight im Vergleich zu den oft unangenehm runter gekühlten Taxen im Stop-and-Go der Bangkoker Moloch-Strassen.

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Vergleich: Moloch-Straßen…

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… und Fähre fahren.

Das war Bangkok. Nun sitzen wir im Bus nach Korat und schauen, was uns dieser Teil der Reise so bringt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

8 Kommentare zu “Reisebericht Thailand, Tag 1-4

  1. Sternchen sagt:

    Cooler Trip!!!

  2. duese sagt:

    Ich liebe Bangkok! 😊
    Wir waren 2012 dort und ich fands total klasse… ein totales Kontrastprogramm zur „westlichen Welt“.
    Wir hatten ein Hotel am Fluss und konnten so alles mit der Fähre machen, was ziemlich cool war. 😊
    Den Geruch von Bangkok habe ich auch noch in der Nase. 😊
    Generell finde ich den West-Ost Jetlag immer schlimmer als andersrum; das wird aber dann bei der Rückkehr dafür angenehmer. 😊
    Ich wünsche euch noch viel Spaß 🤗

  3. Prima, viel Spass noch in Thailand, viele Gruesse vom Laem Mae Phim Beach

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