Tagebuch 11/2016

Endlich komme ich mal wieder dazu, Frau Brüllens Frage zu beantworten: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

07:30 Allmähliches Aufwachen der gesamten Bagage in meinem Bett. Das Durchschlafen ist zur Zeit nicht mehr angesagt, die Krabbe kommt nachts rüber. Na ja, auch nicht weiter schlimm: das Bett ist ja groß genug. Nur die Deckensituation muss überdacht werden. Eine 200×220-Decke ist je auf den ersten Blick prima, aber wenn drei Leute sich im Schlaf darum reißen, wird es etwas knapp.

Kaffee für die Großen, Milch für die Kleine. Die Krabbe erzählt über die Zeit, wenn wir ein Baby haben werden (nein, bei uns ist nix unterwegs, aber das hält sie nicht ab): dann würden zwei Menschen Kaffee trinken und zwei Menschen Milch. Das gefällt ihr.

D. liest das Buch über die Hamburger Dreimaster vor. Aktuelles Lieblingskapitel: Der Sturm.

9.00 Zum Frühstück gibt es Grießbrei, dann bricht D. auf zur Arbeit. Die Krabbe zieht zumindest Leggins und Socken eigenständig an, dann machen sie und ich Pizzateig für den Abend.

10.30 Die beste Nachbarstochter kommt zum Spielen, und der beste Nachbar erzählt kurz von der Nachmietersuche. Es läuft wohl… Buhu. Für mich und die Krabbe wird dieser Wegzug hart werden.

11:00 Der Besuch der Nachbarstochter, oft ein Selbstläufer, gestaltet sich dieses Mal eher partizipativ, was mich betrifft, und recht chaotisch. Nachdem sie die Wohnung in Schutt und Asche gelegt haben und TROTZDEM alle 5 Minuten ankamen (eines von beiden ist okay, beides gemeinsam mir zu viel), erlaube ich nur noch Kinder- und Wohnzimmer als Spielort. Klappt erstaunlicherweise sogar. Ich schaffe es immerhin, ein paar Räume in der Wohnung besuchsbereit zu machen, aber das Wohnzimmer – ach, ach. Da muss ich D. noch einbinden.

12:00 Aufbruch in die Kletterhalle, mit Kletterschuhen, die leider nicht wirklich zum Einsatz kommen: ein Wettbewerb findet im Boulderbereich statt. Wir finden den Papa und schaffen es immerhin, die Krabbe in ihrem Kindergurt klettern zu lassen. Macht sie wirklich gut, einige Male fast bis zum Top – stolz glüht mein Mutterherz. Vor allem das ablassen ist unfassbar niedlich, wie sie sich mit ihren kleinen Beinchen abstößt… hach! Die Stimmung zwischen Mama, Papa und Kind ist aufgeräumt. Erst das zweite Treffen in der Konstellation, aber eigentlich nett, wenn ich es auch immer noch etwas anstrengend finde.

14:30 Schluß mit Kletterhalle, wir steigen in den Bus nach Hause. Die Krabbe will sofort wieder zur Nachbarstochter. D. ist auch gerade vom Supermarkt wieder da, so dass jetzt alle Zutaten für White Russian im Haus sind \o/

15:00 Kaffee. Ich brauche Kaffee.

16:00 D. beschließt, statt sich am aufräumen zu beteiligen, Kuchen zu backen. Ist auch schön, aber ich komme in Stress und werde unleidlich. Unleidlich räume ich auf und bereite die Pizza vor, D. erbarmt sich dann noch mit Staubsaugen und Zwiebeln schneiden. Die Krabbe kommt auch irgendwann nach Hause.

18:00 Impi und Monsieur K. trudeln ein, wir verputzen Pizza und einigen uns grob auf einen Film: Alien.

19:00 Die Krabbe wird ins Bett gebracht.

20:00 Madame C. trudelt ein und verweigert vehement die Filmauswahl. Wir disponieren um auf „Drive“, einer meiner Lieblingsfilme. Madame C. bereut die Auswahl nach etwa zwei Dritteln des Filmes – als es blutig wird, zuckt sie oft und hält sich die Hände vor die Augen. Dabei ist sie Grundschullehrerin im Brennpunktstadtteil, da erlebt sie Ähnliches doch jeden Tag…!

Nach dem Film wird noch etwas geplauscht.

23:15 Allgemeiner Aufbruch, und ab ins Bett. Das war ein schöner Tag gewesen.

 

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