Avi Mea – ein Erfahrungsbericht

Symbolbild: so was haben wir auch gemacht! Und es ist härter, als es aussieht, vor allem, wenn man vorher 1 Million Jump-Squats absolviert hat.

Symbolbild: so was haben wir auch gemacht! Und es ist härter, als es aussieht, vor allem, wenn man vorher 1 Million Jump-Squats absolviert hat.

Mittwochs gehe ich gerne zum Sport, gerne mit Schwester 1, da wir beide unseren erwerbsarbeitsfreien Tag Mittwochs haben. Heute pilgerten wir zu einem neuen Kurs namens Avi Mea, der in der Beschreibung ganz interessant klang. Er solle die Lücke zwischen Yoga und Functional Training schließen… Yoga ist  bisher nicht meins, aber Functional Training finde ich meist ganz knorke. Das wird oft in Form von Zirkeltraining angeboten, und ich bin immer unfassbar fertig hinterher. Das kann ja auch durchaus mal nett sein, das Gefühl. Ich nahm wegen der Yoga-Referenz keine Schuhe mit – man will sich ja auch nicht schon bei der Anfahrt durch unnötiges Gepäck vorab erschöpfen, nicht wahr.

Frohgemut saß ich vor Beginn der Stunde auf der Matte herum, plauderte mit Schwester 1 und stellte zufrieden fest, dass barfuss die richtige oder zumindest die Mehrheitsentscheidung gewesen ist. Dann marschierte die Trainerin herein und klärte alle Teilnehmenden auf, dass die Beschreibung in der Kursankündigung gaaaanz falsch sei – hier würde es um den Core gehen, mit Anlehnung an Pilates, und um Intervalle in verschiedenen möglichen Leveln. Das fand ich noch knorker als vorher, denn Pilates liegt mir mehr als Yoga. Intervalle klang anstrengend, das war auch okay für mich, denn Pilates ist doch ab und an ein wenig unfordernd. Zumindest in den Kursen, die ich kenne: 20 Minuten erden und ankommen, 10 Minuten Übungen und dann 20 Minuten erden und loslassen. Aber die Übungen mag ich schon!

(Die Trainerin gab noch den Hinweis, dass andere Trainerinnen den Kurs anders konzipieren würden. Da sind wir dann auch bei dem Problem bei diesem Erfahrungsbericht: der Verein, in dem ich sportel, ist nicht auf reguläre Kurse aufgebaut, wie man sie aus Vereinen oder Studios kennt. Bei dem hiesigen Konzept geht es darum, dass möglichst viele Kurse in möglichst vielen Sportarten über die ganze Stadt verteilt in vereinseigenen Centern und anderen Lokalitäten angeboten werden. Die Idee ist: jede kann in jederzeit in jeden Kurs. Das bedeutet, dass in den einzelnen Kursen keine Lernkurve und oft keine Konstanz bei den TrainerInnen zu realisieren ist, dafür kostet der Spaß aber eben nur 8,50€ im Monat. Da meckere ich nicht – aber anscheinend ist Avi Mea durchaus unterschiedlich interpretierbar und kann in anderen Kursen ganz anders ausfallen als hier in diesem Text. Nur so als Information.)
Der Aufbau der Stunde war dann gut durchschaubar: eine Aufwärmphase, dann ging es in die Intervalle. Zunächst wurde vor jedem Intervall in Ruhe die Übungen aufgebaut: es wurde eine leichte Variante gezeigt, eine mittelschwere und eine sehr schwere Variante. Dann die Info, dass wir für die Intervalle jeweils die Variante wählen können, die gut für uns ist und auch gerne wechseln können – und dann die Intervalle. 20 Sekunden Action, zehn Sekunden Pause, 8 Mal in Folge.

20 Sekunden können sehr lang sein. Burning Bauchmuskeln, sage ich nur.

Die Übungen waren im Wesentlichen gesprungene Kniebeugen, Planks, Scissor Kicks oder Scherenschlag und noch eine andere, die mir gerade nicht einfällt (Schwester 1, weißt du es noch?). Ich war hinterher ziemlich erledigt, es war auf jeden Fall intensiver, als ich gedacht hätte. Ich hatte dieses ganz leichte Tremolo in den Beinen, als wir zur U-Bahn zurückgingen, das finde ich immer ein gutes Zeichen, das die Muskulatur beansprucht worden ist. Das werde ich wohl noch einmal machen und dabei sicherlich auch mehrere TrainerInnen und ihre Interpretationen des Ganzen testen, denn damit steht und fällt so eine neue Workout-Idee, wie ich bereits mit anderen Trends leidvoll feststellen musste. Aber immerhin habe ich schon einmal einen Kurs mehr, der mir gefällt.

 

 

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2 Kommentare zu “Avi Mea – ein Erfahrungsbericht

  1. Lena sagt:

    Ich weiß nicht mal mehr was ein Scherenschlag ist!

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