Die Wiederkehr

Die Krabbe kehrte gestern Abend aus dem Surfurlaub mit dem Papa und der Oma zurück. Ich fühlte mich dabei wie vor einem Date, tigerte vor dem Fenster auf und ab und zählte Autos. Ich muss mich erstmal dran gewöhnen, dass der Papa sie zur Wohnung bringt, das war eine Premiere. (Davon gibt es zur Zeit einige: die erste Übergabe zwischen D. und dem Papa fand kürzlich statt, und demnächst machen wir mal zu dritt was. Also ich, Krabbe und ihr Papa. Mein Unglauben bezüglich dieses Vorschlags war so heftig,  dass ich spontan schwimmen gehen vorschlug, was positiv beschieden wurde. Das muss ich irgendwie wieder einfangen, im Badeanzug vor dem Ex herum zu hüpfen, das muss jetzt doch nicht unbedingt sein, so weit hatte ich in der ersten Furor nicht gedacht. Eis essen ist doch auch nett.)

 Dann war sie also wieder da. Es wirklich sehr niedlich, wie sie sich freute, mich zu sehen und wieder in der Wohnung zu sein.  Es hatte etwas von einem aufgeregten Welpen, viel quietschendes im Kreis drehen, durch die Gegend krabbeln und wortlose Freude, gemischt mit Lachanfällen… hach!

Der heutige Sonntag war dann auch enorm entspannt. Alle waren glücklich. Vormittags wurde Kuchen gebacken, die Krabbe und die Nachbarstochter wechselten im Halbstundentakt zwischen den Wohnungen hin und her und amüsierten sich bestens, während D. und ich im Wohnzimmer den Thailand-Urlaub planten. Zum späten Mittag schuffelten wir zum Pizza essen, wo wir mit D.s Meute verabredet waren und eine nette Zeit hatten. Ich verabschiedete mich nach 2,5 Stunden, die Krabbe blieb noch, denn – Fingerzeig auf den Flipper – „das da ist so cool!“ Nun denn, man muss wissen, wann man geschlagen ist. Ich ging nach Hause und arrangierte das Kinderzimmer etwas um, dann kam die Bagage zurück und wollte Zoes Zauberschrank gucken (zumindest ein Teil der Bagage), dann gab es als Abendessen die Reste von gestern und das war es eigentlich schon.

Kann so bleiben. Gute Nacht!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

3 Kommentare zu “Die Wiederkehr

  1. ysaid sagt:

    Ach, Badeanzug ist doch schnurps. Mach’s nicht kompliziert…Eisessen ist im Vergleich zum Schwimmen oder Spaßbad auch echt öde.

    • jongleurin sagt:

      Das ist richtig, aber so ganz wohl ist mir dabei nicht. Das hat mehrere Gründe, die ich jetzt nicht alle aufführen möchte, aber tatsächlich tendieren persönliche Treffen zwischen mir und dem Papa zu einer Dynamik, bei der ich mich hinterher immer schlecht fühle. Das auch noch im Badeanzug – na ja. Irgendwie gefällt mir das Bild besser, dass ich mich beim schlecht fühlen in einen Schal vermummeln kann als mich quasi nackig auf einer Plastikliege zu exponieren.
      Ein Schritt nach dem anderen, ist gerade mein KRedo.

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