Kino: Ghostbusters

Ghostbusters, in der Verfilmung mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones, ist eine Neuverfilmung des Kultfilms aus den 80ern mit Bill Murray. An diesen habe ich wenig bis keinerlei Erinnerungen, mit denen ich den jetzigen Film hätte abgleichen können.

Mein also unbelecktes Fazit: ein okayer Popcorn-Kino-Film, der nicht weh tut und mit Chris Hemsworth als eher schlichten Sexobjekt-Sekretär für mich persönlich ein optisches Schmankerl bietet. Übrigens lässt sich aus meiner Sicht darüber streiten, ob der australische Schauspieler nun dafür bewundert werden muss, weil er „sich selbst nicht so ernst nimmt“: ich habe noch nie erlebt, dass Frauen dafür bewundert werden, dass sie eine dümmliche Sexbombe spielen und sich damit selbst „nicht so ernst nehmen“. Das ist dann einfach so und ganz normal, offensichtlich nehmen Frauen sich ernst, wenn sie solche Rollen spielen. Ich finde, es sollte für Männer ruhig auch ganz normal sein, deswegen bewundere ich Chris Hemsworth nicht. Höchstens für seine komischen Fähigkeiten, ich musste wirklich lachen.

Was bei dem Film auffällt (und anscheinend ein wirklicher Skandal für einige Zeitgenossen ist), weil es sonst NIE vorkommt: alle Hauptfiguren sind Frauen. Das Neue daran ist aber schon das einzig Auffällige. Es schadet der Story nicht, es mindert nicht den Humor, es ist höchstens mal was Anderes und daher erfrischend. Und man fragt sich hinterher, warum es nicht mehr solcher Filme mit mehr Frauen-Rollen gibt, die keine klassischen Frauen-Themen wie Liebe und Familie behandeln. Denn, ich kann es gar nicht oft genug sagen: es stört ja gar nicht!

Überflüssig zu sagen, dass der Bechdel-Test bestanden wurde. Wäre der Test für Männer, wäre er wahrscheinlich nicht bestanden worden.

Wenn meine Tochter im passenden Alter ist, werde ich ihr jedenfalls zuerst diesen Film zeigen, bevor ich ihr vielleicht mal vom antiken, überholt-patriachalischen Original erzähle. Die neue Version bietet ein paar Rollenvorbilder für Frauen, die ich mag: in technischen Berufen, sozial etwas inkompetent und dennoch erfolgreich, witzig, in den verschiedensten Formen, Farben und Spleenigkeitsgraden, mutig, anpackend, rebellisch, und sie retten Männer. Unter anderem Chris Hemsworth. Das darf meine Tochter gerne anstreben.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

Ein Kommentar zu “Kino: Ghostbusters

  1. […] (lustig & rasant) | Kinofans (schlecht) | Klatsch-Tratsch (witzige Unterhaltung) | Leben.Läuft. (okayer Popcorn-Film) | Moviebreak (ganz gut) | Moviegod (spannungsfrei & lustlos) | Nerdzig (nicht empfehlenswert) | […]

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