Tagebuch 08 2016

Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das ist ja quasi soziologisch, daher beteilige ich mich immer gerne!

Heute habe ich Urlaub, die Krabbe ist da.

07:00 Der Wecker klingelt. Ganz untypisch bin ich nicht sofort wach… D. steht zuerst auf und macht Kaffee und für die Krabbe Milch.

07.15 Die Krabbe quakt in ihrem Bett. Ich bringe ihre Milch und hole sie ins große Bett. Hier wird noch etwas gespielt, bis D. duschen geht und ich das Anziehen übernehme. Etwas nervenzerfetzend, das… die Krabbe ist etwas überdreht.

08.05 Aufbruch D. und Krabbe. Eigentlich wollte ich mit ihnen gemeinsam los, aber ich bin nicht einmal angezogen. Na ja, ist ja Urlaub, halb so wild. Ich mache also in Ruhe meinen Frühstücksdrink, kläre mit Impi das morgige Schwimmen, ziehe mich an, räume noch etwas auf, schnappe mir mein Rad und breche auf zum Feld.

09.15 Die S-Bahn ist herrlich leer. Ich mag es ja, werktags frei zu haben, da gibt es auch keine Probleme mit dem Rad in der Bahn.

11.00 Fertig auf dem Feld. Da ich nur mit dem Rad unterwegs bin und also geringe Ladekapazitäten habe, habe ich mich bei den Möhren zurückgehalten und nur ein paar davon geerntet. Immerhin hat sich die arge Fummelei des Vereinzelns gelohnt: die mutierten, verwachsenen und unmöglich zu reinigen oder gar zu schälenden Exemplare des letzten Jahres gibt es heuer nicht. Im Gegenteil: selbst die EU wäre zufrieden mit unseren Bilderbuchmöhren. Und viele sind es! Kartoffeln und Möhren werden wir noch lange ernten. Die Pastinaken und Rote Bete sehen gut aus, der Mais ebenso, ich bin schon ganz vorfreudig. Nur die Kohlköpfe sehen arg angefressen aus und machen mir Sorgen.

Ich ernte neben den 8 Karotten noch Millionen Bohnen, außerdem Kohlrabi und Petersilie und Mangold. Dann geht es zurück nach Hause.

12.00 Zu Hause mache ich mir einen Kaffee, schreibe eine Mail, die mich aus einem nervigen Wartezustand befreien soll und verfalle in einen Verarbeitungsrausch. Erstmal Mittagessen: den Mangold vom Feld in Knoblauch dünsten, Nudeln von gestern dazu, am Schluss mit Parmesan bestreuen. Lecker-Lecker! Weiter geht’s:

Links sehen wur die Vorbereitung für das Abendessen, Gemüsecurry. Rechts zeige ich der geneigten Leserin Bällchen aus Erdnussbutter, Kokosflocken und getrockneten Pflaumen. Mein erster Versuch, und ein Testhappen ergibt: etwas dröge. Das Originalrezept ist mit Datteln statt Pflaumen, eventuell sind die süßer, allerdings hatte ich keine im Haus. Macht nix: einmal jeden Ball in Zucker gewendet, schon mundet es besser! Wer hätte das gedacht!

Hups,schon ist der 06.08. Ich muss hurtig nachtragen!

14:30 Eigentlich will ich die Krabbe aus der Kita abholen, aber es regnet in Strömen. Eine halbe Stunde später als gedacht habe ich das Kind an der Hand. Mit ihrer Kita-Freundin und einer anderen netten Mutter gehen wir noch zu einem offenen Kinderturnen in der Nähe der Kita – eigentlich super, aber jetzt in den Ferien wird es altersgemischt angeboten. Das ist etwas anstrengend, wenn die 10jährigen Rabauken auf der Hüpfburg rückwärts Salto machen und dabei die Kleinen umhauen. Sie entschuldigen sich immer sehr empathisch, trotzdem gibt es viel Geheule.

16:30 Ab nach Hause. Wir gehen noch ein wenig auf den Innenhof, und ich mache gegen 18 Uhr das Gemüsecurry für abends. Die Krabbe bekommt Nudeln von gestern mit Pesto. D. kommt nach Hause, wir essen und machen danach ein wenig klar Schiff.

19:00 D. und die Krabbe verschwinden im Bad, ich radele durch den Alten Elbtunnel nach St. Pauli, wo ich mich mit Frau Frauig zum Weintrinken treffe. Wir reden viel und freuen uns des Lebens.

23:30 Ich bin wieder zu Hause. Kaum angekommen, kommen Beschwerden aus der Krabbe Zimmer: sie hat ins Bett gepischert. Schnell ziehen wir das Bett ab, der Krabbe einen neuen Pyjama an und alle in mein Bett um. Alles weitere wird morgen bekümmert.

Gute Nach, Welt!

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