Der Zauber der getrennten Schlafzimmer

Ich mag, wenn ich mit meinem Freund zusammen wohne, getrennte Schlafzimmer. Dabei ist es mir völlig wumpe, ob und wie laut mein Liebster schnarcht oder sonstige offensichtliche Gründe vorhanden sind. Ich finde es einfach toll, wenn jeder die Möglichkeit auf sein eigenes Reich hat. Dass man dafür genug Platz braucht, ist gerade mit Kind in der Großstadt der stärkste Hindernisgrund für diese Wohnform. Aktuell haben wir Glück: zu dritt in vier Zimmern hat jeder sein eigenes. Wie sagte Schwester 1: „Aber dann ist das doch eine WG!“

Ja, quasi. WGs haben ja auch viele Vorteile. Jede kann in ihrem Zimmer rumsauen, wie sie möchte, und trotzdem in den Gemeinschaftsräumen Ordnung halten. Wenn man sich gerne sehen möchte, besucht man sich gegenseitig oder trifft sich im Wohnzimmer, der Küche oder im Bad. Unvereinbare Einrichtungsstile müssen nicht zusammen gebracht werden. Jede kann so früh oder spät ins Bett gehen, wie sie will, ohne die anderen zu stören, mit dem Aufstehen ist es genau so. Man hat abends das ganze Bett für sich und kann sich breit machen, essen, lesen, sich im Schritt kratzen, wie man lustig ist. Man kann beim Einschlafen jeden Podcast hören, den man möchte. Wenn man krank ist, können die Viren unter Quarantäne-ähnlichen Umständen isoliert in einem einzigen Bett bleiben.

Das alles findet allerdings bei Weitem nicht so häufig statt, wie man meinen könnte, denn man liebt sich ja schon und verbringt gerne Zeit miteinander. In jedem Schlafzimmer steht also optimalerweise ein Bett, in das mindestens zwei Menschen passen. Und meistens verbringt man die Nacht doch zusammen, es ist ja auch sehr schön, dieses gemeinsame Schlafen! Wenn man allerdings mal Zeit für sich braucht oder es aus verschiedenen Tagesrhythmen heraus praktischer ist (man z.B. völlig betrunken, nach Rauch und Alkohol duftend und schnarchbereit nach Hause kommt), schläft man halt im eigenen Zimmer. Und wenn vier Zimmer irgendwann nicht mehr reichen, falls sich die Familie mal vergößert, ist das auch nicht weiter schlimm.

Denn anders als in den meisten WGs kann man es sich durchaus vorstellen, irgendwann mal ein einziges Schlafzimmer miteinander zu besitzen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

6 Kommentare zu “Der Zauber der getrennten Schlafzimmer

  1. kinder unlimited sagt:

    what ever works;-) ich höre das Schnarchen nicht mehr ;-)))

  2. Simmis Mama sagt:

    Ich hasse es alleine zu schlafen und ich liebe es das Bett wechseln zu können. Wir haben auch in jedem Zimmer eine große Schlafmöglichkeit. Ein wundervoller Luxus :))))
    Ich finde ein Zimmer pro Person sollte zum verbrieften Menschenrecht gehören.

  3. Getrennte Schlafzimmer sind ein toller Luxus, den ich nicht missen möchte. Anders könnte ich mir das Zusammenleben nicht vorstellen. Dazu bevorzuge ich getrennte Bäder.

  4. Ich bin da voll bei dir. Bei Schnarchen, Schichtdienst und zwei kleinen Kindern kriegt man so immerhin ein wenig Schlaf.

  5. Annaaliera sagt:

    Du sprichst mir so aus der Seele ❤ wir haben seid einem Dreiviertel Jahr getrennte Schlafzimmer und unsere Beziehung tut das sehr gut besonders wegen dem anderen Tagesrhythmus. Ich liebe es meinen Freund am Samstagmorgen zu besuchen 🙂

  6. jongleurin sagt:

    Schau an, das ist verbreiteter, als ich dachte. Liegt vielleicht aber auch an dem sehr teuren Mietspiegel in meiner Stadt, dass es in meinem Umfeld nicht so oft vorkommt…

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