Schwangerschaft und Alkohol

Ich muss das jetzt mal loswerden, so als krasses tabuisiertes Ding, einfach, weil das Thema mich jedesmal aufregt, wenn ich ihm in den Medien begegne: ich habe in der Schwangerschaft Alkohol getrunken. Etwa ein Glas Sekt oder Weinschorle im Monat.

Die besagten neun Gläser nahm ich bei besonderen Ereignissen und sehr bewusst zu mir – das bleibt ja auch gar nicht aus, so wie man von allen Seiten mit dringenden und warnenden Artikeln beschallt wird zu diesem Thema. So etwas nehme ich ja erstmal ernst. Ich habe mich also vorab mit besagten Artikeln, den Risiken und Studien auseinander gesetzt, allerdings keine signifikanten Ergebnisse gefunden – nur von Müttern, die schwer alkoholkrank waren und bei denen die Babys dann Schaden davon trugen. Ist klar: von einer schweren Sucht trägt der gesamte Körper Schaden, also auch ein darin lebendes Baby. So weit, so unüberraschend. Was mich mehr überraschte: Zu der Wirkung von einem Glas im Monat in der Schwangerschaft gibt es keine Zahlen, keine Studien, keine Ergebnisse. Nichts.

Dennoch sind sich Journalistinnen und Journalisten nicht zu schade, diese beiden Dinge schamlos und wissenschaftlich derbe unkorrekt miteinander zu vermischen. In Artikeln über Alkohol in der Schwangerschaft wird niemals differenziert. Nein, das wird dann immer so gemacht: man nimmt die Zahlen und Fakten über suchtkranke Mütter und wendet sie an auf Mütter, die selten in der Schwangerschaft trinken. Das regt mich jedes Mal enorm auf: wer gelegentlich etwas Alkohol in der Schwangerschaft trinkt, wird automatisch mit schweren Alkoholikerinnen auf eine Stufe gestellt.

Gerade wieder auf SPIEGEL online: „Schätzungen zufolge haben ungefähr 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland mindestens einen Elternteil mit Alkoholstörung. In einer von sieben Familien trinken Mutter, Vater oder beide zeitweise, in einer von zwölf dauerhaft. Dass dabei nicht nur ökonomisch schwache Mütter zur Flasche greifen, zeigen unter anderem Statistiken zum Alkoholkonsum während der Schwangerschaft.

Laut einer großen Studie des Robert Koch-Instituts von 2007 trinken im Vergleich zur Unterschicht mehr als doppelt so viele gut gestellte Frauen, während in ihrem Bauch ein Baby heranwächst. Insgesamt berichteten 14 Prozent, etwas getrunken zu haben, wenn auch selten. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.“

Ja, 14 Prozent haben selten etwas getrunken. Heißt das, die haben eine Alkoholstörung? Ernsthaft, SPON? Ich kann euch versichern: das heißt es nicht. Meine Mutter war Alkoholikerin, sie ist daran gestorben. Ich kenne den Unterschied. Ein Glas pro Monat macht eine so was von gar nicht zur Alkoholikerin. Und wie frech ist es, die Auswirkungen von jahrelangem krankhaften Alkoholkonsum auf selten trinkende Frauen zu übertragen! Das kann man vielleicht nicht verstehen, wenn man nicht mit einer alkoholkranken Frau aufgewachsen ist, aber ich sage: es ist einfach nur ein falscher, ein anmaßender und respektloser Vergleich, der Versuch, Schwangeren Angst zu machen.

Ich will jetzt gar nicht anfangen damit, dass unsere Eltern oder Großeltern während der Schwangerschaft einfach so getrunken und gegessen haben wie vor der Schwangerschaft. Es ist schon richtig, Risiken zu kennen und danach zu handeln. Dass allerdings Risiken so krass überzeichnet werden, einfach nur geraten und hysterisiert wird statt einfach sachlich zu informieren, finde ich regelrecht verstörend. Der totale Alkoholverzicht ist nur eine der vielen Gängelungen, die Frauen in der Schwangerschaft erleben dürfen, eine der tausenden Einschränkungen, die den Körpern auferlegt werden, einfach, weil ein Risiko bestehen KÖNNTE. Ich habe nach den ersten Monaten meiner Schwangerschaft viele diese Restriktionen verweigert, denn das Risiko erschien mir extrem überschaubar. Z.B. Lsyteriose, das Bakterium, das Rohmilch so rasend gefährlich macht: 300-400 Krankheitsfälle gibt es pro Jahr in ganz Deutschland. Ganz klar gesagt: es ist sehr viel gefährlicher, das Haus zu verlassen, als sich mal etwas Camembert zu gönnen. Die Information reichte mir. Rohmilchkäse, bouldern, Salat im Restaurant kam alles wieder in meinem Leben vor, und ich konnte die Schwangerschaft wieder etwas mehr genießen. Das einzige, was ich konsequent ausließ, waren rohes Fleisch und Fisch – und Alkohol an 271 Tagen meiner Schwangerschaft.

Natürlich spürte ich den Druck trotzdem. Er bleibt da, auch wenn man sich diesen bewusst macht, wenn man sich kundig und mündig macht und sich ihm entgegenstellt. Mach das mal jemand weg, diesen unverhältnismäßigen Druck auf alle (werdenden) Mütter.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

19 Kommentare zu “Schwangerschaft und Alkohol

  1. Ich glaube eher auch, dass es hier um Gängelungen geht. Dieser gesellschaftlich erhobene Zeigefinger, der Menschen und hier inbesondere Frauen vorgeben will, wie sie zu sein haben.
    Von klein auf an wird uns ein Bild eingetrichtert, dem wir letztlich (schlechthin) derart entsprechen, so dass uns das Bild einer Schwangeren, die an einem Sektglas nippt, seltsam vorkommt. Beispielsweise. Oder dass es kein schönes Bild ist, wenn eine Frau im Auto oder auf der Straße raucht.
    Insofern denke ich nicht, dass eine Frau, die gelegentlich ein Glas Sekt oder Wein trinkt, zur Alkoholikerin verdammt wird – aber dass man eben dieses (gesellschaftliche) Bild zeichnet: Eine schwangere Frau tut sowas nicht, also lass das gefälligst auch sein!

    • jongleurin sagt:

      Ja, das ergibt Sinn. Die Berichterstattung finde ich trotzdem merkwürdig – aber ich bin bei dem Thema vielliecht überdurchschnittlich empfindlich.

  2. Pizzicato sagt:

    Ich lese Deinen Blog schon lange und sehr gerne! Das habe ich bisher noch nie gesagt, weshalb ich es diesem Kommentar voranstellen will, der ansonsten leider in die typische Kategorie „Ich melde mich nur, um zu kritisieren“ fällt.
    Als angehende Medizinerin regt sich bei mir Unwohlsein bzgl. Deiner Ansicht zu Alkohol in der Schwangerschaft. Bei Dir und Deiner Tochter ist nichts passiert und das ist super!
    Die große Polarität in der Medizin ist, dass wir einerseits allokationsgefordert mit Mittelwerten arbeiten müssen und andererseits jeder Organismus so unglaublich individuell funktioniert.
    Da keine Ethikkommission der Welt einer Studie zustimmen würde, in der Schwangere ein Glas Sekt oder Wein pro Monat zu sich nehmen, handelt es sich beim Fehlen von Daten hier nicht um gezielte Desinformation, sondern um ein nicht zu umgehendes ethisches Dilemma. Übrigens ist das mit allen anderen Substanzen genauso, weswegen Pharmakotherapie in der Schwangerschaft auch immer so ein Eiertanz ist. Die belastbaren Daten, die vorliegen, sind halt alle retrospektiv (und damit natürlich viel störanfälliger als z.B. eine Doppelblindstudie). Da also ethisch vertretbar kein Grenzwert, bis zu dem Alkohol in der Schwangerschaft ungefährlich ist, ermittelt werden kann und es gleichzeitig auch immer wieder Studien gibt, die darauf hinweisen, dass schon sehr wenig Alkohol ausreicht, um Schaden anzurichten, hat sich die Fachwelt darauf geeinigt, dass kein Alkohol die Empfehlung ist. Bei Pflanzenschutzmitteln etc. würde ich mir solche Regelungen oft wünschen. Dieser „Schaden“ muss nicht immer ein fetales Alkoholsyndrom sein, das m.E. wirklich eher bei Alkoholmissbrauch der Mutter entsteht. Aber z.B. gibt es Hinweise darauf, dass tatsächlich schon nach einmaligem Alkoholgenuss die Abortgefahr steigt. Außerdem gibt es scheinbar schon bei moderatem Alkoholkonsum Schädigungen im präfrontalen Cortex der Kinder. Das ist der Teil im Gehirn, der Handlungsplanung, Entscheidungsfindung, Sozialverhalten steuert. Dazu gibt es in letzter Zeit ziemlich spannende Forschung; möglicherweise muss bei eher diffusen Störungen in dieser Hinsicht ein Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft diskutiert werden.
    Ich schreibe hier viel über Hinweise, Möglicherweise, Studien. Natürlich ist es unbefriedigend, dass es keine eindeutigen Antworten gibt, aber so ist es in der Wissenschaft immer. Und letztlich muss jede – wie Du es ja gemacht hast – das individuelle Risiko abwägen. Dazu noch zwei Gedanken, auch wenn mein Kommentar jetzt schon zu lang ist.
    Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht (und die Medizin hat da eben genauso einen Auftrag, wie in der Individualbetreuung), ist es einfach wichtiger gefährdete Gruppen zu erreichen, die nicht Deinen Bildungsstand haben, um sich mit RKI-Studien zu belesen, als Rücksicht auf ein bei einigen entstehendes Bevormundungsgefühl zu nehmen. Verhältnisprävention in Form von Empfehlungen schert immer alle über einen Kamm in der Hoffnung die zu erreichen, die sich eben am wenigsten selbst kümmern (können). Und es handelt sich ja um Empfehlungen – niemand wird tatsächlich an irgendetwas gehindert, was ich aus rechtsstaatlicher Sicht richtig finde; wenn ich lerne, dass das fetale Alkoholsyndrom die häufigste Behinderung von Neugeborenen ist und die einzige, die sich prinzipiell verhindern ließe, wird mir doch manchmal weh ums Herz.
    Des Weiteren wirkt Alkohol interindividuell eben höchst unterschiedlich. Ich habe im Krankenhaus Leute gesehen, die eine Leberzirrhose von einem Glas Rotwein in der Woche entwickelt haben. Andere kommen mit schwerer Alkoholabhängigkeit in den Entzug und noch sind alle Leberschäden reversibel. Diese Unterschiede kann es eben gut auch zwischen Mutter und Kind geben. Alkohol ist ein schweres Nervengift, selbst wenn es ein gesellschaftlich akzeptiertes ist und ich finde, dass das bei aller Abscheu, die ich auch gegen Gängelung habe, nicht hinten runter fallen darf.
    Sorry, dass es so lang geworden ist!

    • jongleurin sagt:

      Vielen dank für deinen Kommentar und deine ergänzenden Informationen! Du hast natürlich Recht mit deinen Einwänden. Gerade mit meiner familiären Vorgeschichte weiß ich um die Gefahren des Alkohols, und deine Hinweise zu den Unterschieden der Alkoholverarbeitung zwischen Mutter und Kind leuchten mir ein, die kannte ich noch gar nicht.
      Es geht mir auch nicht so sehr um ärztliche Empfehlungen oder Informationen, die ich extrem sinnvoll finde (und meine Frauenärztin war bei dem Thema auch eher gelassen), sondern die Darstellung der Medien. Der gesellschaftliche Auftrag der Aufklärung auch für weniger Gebildete ist zwar sicherlich sehr löblich, allerdings habe ich die Befürchtung, dass die nicht die Gesamtleserschaft der gedruckten ZEIT stellen. Von einer Zeitung mit einem solchen Anspruch (den ich bei SPON langsam aufgebe) erwarte ich mehr Differenzierung, bekomme sie aber auch dort nicht bei diesem Thema. Und das stört mich sehr.
      Ich möchte ganz gerne, dass dieses Angst-Klima bei einer Schwangerschaft, die Pathologisierung und die Hinweise darüber, was Frau nicht alles falsch machen kann, zugunsten einer sachlicheren Informationspolitik nachlassen.

      • Pizzicato sagt:

        Die Darstellung in den Medien ist natürlich noch ein anderes Thema, da war ich jetzt wahrscheinlich ein bisschen berufsblind. Mir war es allerdings wichtig zu sagen, wie – ärztlicherseits – solche Empfehlungen zustande kommen. Da gehört die Aufmerksamkeit für die breite Masse der Bevölkerung dazu. Dass die nicht die Leserschaft der ZEIT darstellen, ist klar. Dass die dortigen Journalisten sich mit solchen Mechanismen (also z.B. aufgrund welcher Datenlage und mit welchem gesamtgesellschaftlichen Auftrag kommen Empfehlungen zustande) nicht auskennen und was sie weiterführend daraus spinnen, stand für mich jetzt erst einmal auf einem anderen Blatt, finde ich aber genauso ärgerlich wie Du. Das geht mir bei der Berichterstattung über naturwissenschaftliche und medizinische Themen generell so. Dass es nicht so einfach ist, sehr differenzierte Umstände klar und für die Masse verständlich auf den Punkt zu bringen (denn nicht jede ZEIT-Leserin ist naturwissenschaftlich gebildet, genauso, wie mir oft das Verständnis für geisteswissenschaftliche Sachverhalte abgeht), geschenkt, erklärt aber nicht die Hysterie oder Meinungsmache um viele Themen.

  3. kinder unlimited sagt:

    Ich weiss genau, was Du meinst. Ich verstehe auch die medizinische Seite, aber auch ich fühle mich bevormundet. Genauso ist es beim Rauchen, ich habe nicht in der Schwangerschaft geraucht, würde es auch niemandem empfehlen, aber in den 1960er Jahren rauchten so viele Mütter. Sicherlich weiss man heutzutage sehr viel mehr, aber die elt ist auch nicht untergegangen. Die Medien lassen jede Mutter zu einer potentiellen Fötus Zerstörerin werden.

  4. Juristin sagt:

    hm… schwieriges Thema. Ich glaube, ich finde es eigentlich ganz gut, dass es ein gesellschaftliches Tabu gibt, was Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft betrifft. Es gibt viele schädliche Sachen, aber wenn die benannten auch noch nur Nachteile bringen und es keine Dosis gibt, die medizinisch unbedenklich ist, warum sollte man das verteidigen. Bevormundet habe ich mich dahin gehend nie gefühlt, aber ich hatte auch nicht das Bedürfnis nach Zigaretten und Alkohol. Allgemein aber ein schwieriges Thema: Darf man andere von Selbstschädigungen abhalten? Manchmal sind Leute, die von Sucht bis Suizid, betroffen sind, ja psychisch gar nicht zu anderem Verhalten in der Lage, im Sinne von krank bzw. nicht unter freiem Willen. Manche sind nicht ausreichend informiert, manche können langfristige Folgen besser erkennen als andere und dritte haben keine Selbstkontrolle. Ist es Bevormundung oder „jemanden nicht wider besseres Wissen / Können in sein Unglück laufen lassen…. “ Ein weites Feld… Und was, wenn es ein ungeborenes Kind betrifft? Hat das ein eigenes Rech auf Gesundheit oder liegt dessen Gesundheit ganz in der Hand der Eltern?

  5. jongleurin sagt:

    Ich verstehe, was du meinst. Der juristische Standpunkt ist da natürlich sehr interessant!
    Ich finde aber, um zwei deiner Punkte aufzugreifen, schwierig, dass es eben keinen Nachweis gibt, ob es medizinisch unbedenkliche Dosen gibt bei Alkohol in der Schwangerschaft – das sind Vermutungen. Und auch die Ärzteschaft ist da ja eher uneins. Meine Frauenärztin z.B. meinte, ein Glas Sekt bei besonderen Gelegenheiten schadet nicht. Außerdem finde ich, dass man Zigaretten und das besagte Glas Sekt nicht gut vergleichen kann. Beim Rauchen konsumiert man jeden Tag, es ist eine Sucht, bei einem Glas Sekt ist das eben nicht der Fall.
    Generell: ja, ein schwieriges Thema!

  6. ysaid sagt:

    Es gibt inzwischen tatsächliche eine Studie aus Großbritannien die maßvollen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft untersucht hat. (Maßvoll war genau definiert.) Mit dem Ergebnis, es schadet nicht – ohne aber natürlich Alkohol zu empfehlen.

    Persönlich habe ich auch in der jetzigen Schwangerschaft schon ein kleines Glas Bier getrunken. Auch halte ich mich an keine anderen ‚Ernährungsvorschriften‘ strikt. Jeder hat ein anderes Bedürfnis nach Absicherung

    Ich finde das sozial geforderte Verhalten teilweise so restriktiv formuliert, dass frau nur noch das Gefäß für das Kind darstellt.

    Der (Medizin-)Journalismus setzt seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn das Risiko nicht differenzierter betrachtet wir.

  7. jongleurin sagt:

    Danke. Wirklich interessant. Das entspricht ja meiner Gefühlslage ganz gut, diese Studie.

  8. stahldame sagt:

    Vorneweg: ja, ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass du da sehr empfindlich reagierst. Mit deinem familiären Hintergrund finde ich das aber absolut verständlich.
    Was ich eigentlich sagen wollte: Ich habe mich während der Schwangerschaft aus Neugier auch schlaugelesen, was Schwangeren in anderen Ländern so empfohlen wird. Französinnen dürfen selbstverständlich weiterhin Rohmilchkäse essen, Italienerinnen dürfen weiterhin Wein trinken,… Danach war ich gelassen und habe bei großer Lust auf etwas „Verbotenes“ mich nur auf vertrauenswürdige Quellen und geringe Mengen beschränkt. Aber Gelassenheit unter Hormonchaos klappt halt auch nicht imemr und überall.

  9. jongleurin sagt:

    🙂 Das ist mein Päckchen. Ich mag auch keine Alkoholiker-Witze, und ich bin sehr vorsichtig mit meinem Alkohol-Konsum und der Gefahr der Gewohnheit dabei. Und Mütter und Alkohol ist für mich aus meiner Erfahrung heraus ein belastetes Thema…
    Davon ab finde ich deine Erkenntnisse auch sehr faszinierend. Ob Italienerinnen und Französinnen dafür auf andere Dinge verzichten, die hier in Deutschland als Kulturgut gelten und dort als gefährlich?

  10. Ms Phye sagt:

    Ich sehe es sehr pragmatisch:Man weiß, dass Alkohol schädlich ist. Man weiß nicht, ab welchem Maß. Also lasse ich es. Bevormundet habe ich mich nie gefühlt und bei der herrschenden Unsicherheit bei dem Thema, war es mir die Sache nicht wert.

    Ich verstehe generell das Bedürfnis nach Alkohol in dem Maße, dass man nicht einfach für so eine heikle Zeit darauf verzichtet, ganz ehrlich nicht.

    • jongleurin sagt:

      Zu deinem ersten Absatz: ja, das ist auf jeden Fall die vernünftigste Variante, das ist klar. Allerdings finde ich das insofern schwierig, als dass man dann in der Schwangerschaft auf fast alles verzichten muss, was Spaß macht, weil es ein Risiko sein KÖNNTE. Auch Alkohol ist ja in geringen Dosen nicht schädlich. Und zu deinem zweiten Absatz: ich lächele und nicke 🙂

  11. stilhaeschen sagt:

    Weit bevor ich selbst schwanger war, war ich mit einer damals hochschwangeren Freundin auf einer Vernissage. Die Kellnerin mit dem Sekttablett schaute pikiert, als wir uns jede ein Glas nahmen und sagte anklagend „Da ist fei Alkohol drin!“. Meine Freundin konterte trocken „Es können nicht alle aufs Gymnasium.“ Innerlich fiel ich auf die Knie und merkte mir die Antwort schon mal…

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