Gemüseanbau auf dem Feld: die Taktik für 2016

image

Das Feld in der Übersicht

Wie schon letztes Jahr versuchen wir uns mit den besten Nachbarn gemeinsam auf einem gepachteten Feldstreifen am Gemüseanbau. Das ist ein sehr cooles Prinzip: auf einem Feld im Hamburger Süden haben die Eigentümer ein Feld mit etwa 40 Gemüsesorten längs besät und bepflanzt, das ganze in etwa 40 jeweils 2 Meter breite Querstreifen geteilt und diese für eine Saison angeboten. Wir müssen „nur“ noch jäten, ernten und Wunsch-Gemüse auf den wenigen noch leeren Ackerstreifen ausbringen. Alles ist nach Demeter-Regeln konzipiert, so sollen wir z.B. nicht wässern, weil die Pflanzen so längere Wurzeln entwickeln und sich aus dem Grundwasser versorgen können.

image

Gemüsereihen

Taktisch werden wir in diesem Jahr ein paar Veränderungen einführen. Letztes Jahr haben wir in schierem Jät-Wahn sehr vielen Keimlingen den Garaus gemacht, einfach, weil wir sie nicht vom Unkraut unterscheiden konnten. Besonders viel Schwund war bei Rote Bete, Pastinaken und ähnlichen Spätkeimern vorgekommen. Dennoch war die Ernte reich – Kartoffeln und Möhren bleiben mir besonders in Erinnerung, Bohnen und Erbsen sowie Petersilie und Dill, Mangold und Salat, Radieschen und Kohlrabi erfreuten uns den ganzen Sommer hindurch, und mit den Kürbissen hatten wir am Ende der Saison enorm viel Spaß. Auch der Rotkohl und der Wirsing waren großartig. Was nicht sehr erfolgreich gewesen war: eben die oben genannten Spätkeimer, die Zwiebeln und die Zucchini kamen nicht und der Porree war etwas traurig ausgefallen. Unser Grünkohl hatte Mehltau-Befall, und der Rosenkohl war irgendwie unbefriedigend gewesen. Sehr viel Busch, fummelige Ernte und eher wenig Ertrag.

image

Kohlrabi und Kopfsalat

Dieses Jahr konzentrieren wir uns etwas mehr auf die Erfolge des letzten Jahres und auf  Jungpflanzen – einige konnten wir bei den Besitzern des Feldes bestellen -, die Zucchini haben wir vorgezogen (ich hoffe, sie überstehen Trockenperiode), und nun harren wir der Dinge, denn spannend ist es definitiv. Mein Vater hat mir etwa zum Geburtstag 14 exotische Kartoffeln zur Aussaat geschenkt, da bin ich natürlich besonders jieperig auf das Ergebnis.

Doch so weit ist es noch lange nicht, denn vor der Ernte kommt die Mühe. So war ich also heute zum Jäten auf dem Feld, fand aber erstaunlich wenig Wildkraut, sicherlich wegen der Trockenperiode. Nicht, dass ich mich beschweren würde! Die Jungpflanzen sahen ganz tapfer und wenig vertrocknet aus, ich habe sie noch ein wenig mit bariellem Schneckenschutz versehen und alle Feldreihen, in denen ich Pflänzchen identifizieren konnte, mittelordentlich gehackt. Also um die Pflänzchen herum beziehungsweise neben den Aussaatreihen. Das ist gut für die Wasserversorgung, lernten wir letztes Jahr, weil die Oberfläche der Erde vergrößert und das Erdreich durchlässiger wird. So kann auch in trockenen Zeiten der Morgentau seinen wässerigen Beitrag leisten. Und, auch sehr nützlich: aus der gehackten Erde kann man sehr viel besser das Unkraut entfernen.

Schritt für Schritt. Mal sehen, wie das so weitergeht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s