Fast ironisch

Jetzt haben wir uns extra ein riesiges Bett gekauft, 2×2 Meter, weil die Krabbe jede Nacht zu uns kam und wir es schade fanden, dass D. dann aus Platzgründen immer umzog. Ein Bett, in dem ich mir alleine noch etwas verloren vorkomme, ich habe meine Kuschelhöhle aufgegeben. Wenn ich Gesellschaft habe und was von D. möchte, muss ich laut rufen, und einfach anstupsen geht auch nicht mehr, dafür ist er zu weit weg. Aber was tut man nicht alles fürs Kind!

Und jetzt hat die Krabbe schon vier Nächte hintereinander durchgeschlafen, in ihrem eigenen Bett. Das gibt’s doch nicht! Das gab es vor allem noch nie!

Ganz grundlos ist das allerdings auch nicht. Als das Bett geliefert und von mir in atemberaubender Eleganz und Effizienz aufgebaut wurde, wurde die Krabbe richtiggehend kreativ, um nicht in ihrem Bett, sondern in dem neuen schlafen zu können. Da hörte es bei mir allerdings auf: die Abende möchte ich gerne ohne Kind verbringen, und zwar gerne auch in meinem Bett. Sobald ich schlafe, ist es mir egal, aber bis dahin soll mein Bett kindfreie Zone sein. D. sah das ähnlich, und er vereinbarte mit der Krabbe: dreimal erst zu uns kommen, wenn das Licht bei uns aus ist, und es gibt eine Belohnung.

Schaffte sie nicht am Stück, aber sie schaffte es. Seitdem schläft sie durch, ganz ohne weitere Belohnung. Und ich bin ganz alleine in diesem riesigen, neuen Bett.

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2 Kommentare zu “Fast ironisch

  1. Mitzi Irsaj sagt:

    Zwei mal zwei Meter…alle Achtung, das ist ja eine richtige Insel 🙂

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