Serien

Es folgt: eine kleine Zusammenfassung der letztgesehenen Serien. Ich verfüge zu Hause über einen Netflix-, SkyGo- und Amazon Prime-Zugang, man möge sich also nicht wundern! (Ich werde von keiner dieser Firmen bezahlt oder sonstwie gepampert, würde das aber sehr wohlwollend in Erwägung ziehen, auch wenn ich Werbung in Blogs eigentlich nicht mag und so etwas NIE tun würde. Echt nicht. Dafür aber mache ich eine Ausnahme. Huhu, Streaming-Firmen!) Ich liebe Serien schauen. Ich mag auch dicke Bücher lieber als dünne, und Serien sind im Vergleich eher wie dicke Bücher: eine Geschichte, die sich entwickelt, Charaktere, die man kennenlernen kann, und viele Stunden Freude.

The Man in the High Castle

Ach, wat war das schön! Eine dystopische Serie über ein Amerika in den 60er-Jahren, dessen Osten von den Nazis nach deren Sieg im 2. Weltkrieg besetzt wurde. Die Japaner herrschen im westlichen Teil. Die Story wird irgendwann etwas esoterisch, ich hoffe, das wird nicht so enorm dominant in der zweiten Staffel, aber bis dahin: schöne Menschen in schönen Kleidern, eine politische Story mit mehreren spannenden Handlungssträngen, hervorragende Schauspieler und eine nicht allzu platte, nicht allzu dominierende Liebesgeschichte – was will man mehr! Alleine mein Wunsch nach mehreren starken Frauenfiguren wird nicht erfüllt. Der Bechdel-Test wird wirklich selten bestanden.

Miss Fisher´s Murder Mysteries

Ja, die Miss Fisher. Da sieht das ganz anders aus mit den Frauenfiguren. Ich habe auf brennende Empfehlung geschaut, erwartete eine Art promiskuitive Miss Marple in jung und war erstmal irritiert, weil das Ganze sehr locker-fröhlich-frei daher kam. Also eben nicht in den 20ern geschrieben, es findet dort nur statt. Als ich mich daran gewöhnt hatte, wurde es sehr super. Miss Fisher ist im mittleren Alter, schert sich nicht drum und sieht toll aus, wechselt ihre Männer wie die Hemden (was eine erkleckliche Anzahl attraktiver Männer in der Serie zur Folge hat), nervt den ebenfalls attraktiven Kommissar, ist super kompetent und sehr charmant. Der Soundtrack ist toll, die Ausstattung der Serie ebenfalls und die Kriminalfälle sind meist nicht zu gruselig. Frauen dürfen reden, morden, schüchtern und gemein sein… ich lechze nach den nächsten Staffeln! Leichte Kost für Abende nach schweren Tagen.

Fargo 1 und 2

Darüber wurde wohl schon alles gesagt, aber ich empfehle das hier auch noch mal. Im Gegensatz zu Miss Fisher geht es hier allerdings derbe blutig und böse zu, das musste ich nach meiner Detektivin erstmal verkraften. Aber höchst witzig und unterhaltsam und qualitativ hervorragend (Billy Bob Thornton mit der bescheuertsten Frisur der jüngsten Serien-Landschaft), und hier wurde auch D. angefixt, der sonst kein Seriengucker ist. Staffel 2 gefällt mir sogar noch etwas besser, wenn auch hier die Frauenfiguren gefühlt weniger vorhanden sind. Faktisch ist dem vielleicht gar nicht so, es fehlt halt die zentrale weibliche Hauptfigur der ersten Staffel.

How to get away with Murder

Auch nett. Star-Anwältin und Uni-Dozentin in einer Person verteidigt Menschen vor Gericht – ob nun un- oder schuldig, ist dabei der Anwältin egal. Vier StudentInnen unterstützen sie als Praktikantinnen und begehen dabei anscheinend auch ein Verbrechen. Das ist mir bisher, nach den ersten fünf Folgen, nicht ganz klar, aber dieser Umstand nervt mich an der Serie: ständig wird geheimnisvoll in rasanten Fetzen diese Parallelhandlung eingeblendet, die Fetzen wiederholen sich zum Teil ständig und alle schreien herum und weinen. Oah. Ist mir doch egal. Das hätten die Serienmacherinnen weglassen können, dieser Teil interessiert mich deutlich am wenigsten. Ansonsten: hervorragende Gerichtsserie mit sehr spannenden Fällen, einem tollen Soundtrack  und einer umwerfenden Viola Davies als Hauptfigur.

Black Mirror

Joah, kann man mal machen. Aber insgesamt nicht so meins, mit diesen voneinander losgelösten Episoden.

Ascencion

Ich fand es ganz interessant und reizvoll, bis in der Mitte der sechs Folgen die doofe Wendung kam. Danach fand ich es blöd. Wenn ich eine Science-Fiction-Weltraum-Serie gucken will, will ich eine Science-Fiction-Weltraum-Serie schauen und nicht so was!

House Of Cards, Staffel 4

Dazu kann ich nicht viel sagen, ich bin unkritischer Fan. Schade, dass Sky das Ganze nicht im OmU anbietet – im Original habe ich zu viel Sorge, etwas Entscheidendes zu verpassen, und in der deutschen Synchronisation mag ich die Stimmen einiger DarstellerInnen nicht. Aber ach!

Das ist die Ausbeute der letzten Zeit. Ich freue mich sehr auf James Franco in der Stephen-King-Ver-Serie-ung von „Der Anschlag“. Und natürlich: Game of Thrones, Staffel 6.

 

 

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4 Kommentare zu “Serien

  1. Ich mag auch lieber dicke Bücher. Das ist für mich ein Qualitätsmerkmal! 😄 und deshalb mag ich wohl auch Serien. Am liebsten Gute, die viele Staffeln haben.
    Gut fand ich zb auch Sopranos und The Wire!

  2. jongleurin sagt:

    Die Sopranos mochte ich auch sehr, in The Wire bin ich nie richtig hineingekommen – hatte es aber auch nicht wirklich versucht. Damals gab es für mich als arme Studentin nur die Möglichkeit, die auf DVD auszuleihen. Ich finde ja diese Befreiung aus dem DVD-Format für Serien sehr wohltuend. So kann man hin- und herspringen, mal pausieren, mal binge-watching betreiben und muss nicht dauernd schauen, ob die jetzt fällige Staffel irgendwo leihweise zu bekommen ist. Seit Netflix und Co schaue ich noch lieber Serien!

  3. io sagt:

    Bei uns hier gibt es jetzt im Sommersemester eine Studium Generale Vorlesungsreihe zum Thema Serien (Ich glotz’ TV! Tony Soprano, Walter White und die Neuerfindung des Fernsehens) … schaff ich vermutlich nur einfach gar nicht …

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