Partymaus

Doch, doch, ich mag Partys. Mochte ich schon immer. Aber auch schon immer mochte ich es nicht so arg spät. Sogar zu Studentinnenzeiten fühlte ich mich sehr verwegen, wenn ich erst um 3 Uhr nachts im Bett lag. Damit verpasste ich natürlich viele Highlights, was mich etwas wurmte und dazu animierte, öfter mal zwei Stunden länger durchzuhalten. Überflüssig zu betonen, dass an diesen Abenden nie etwas legendäres passierte. Immerhin stieg meine Knutschquote.

Seit ich Mutter bin und mein Rhythmus auch langfristig mehr Richtung früh aufstehen tendiert, schere ich mich weniger um den sozialen Druck und knutschen will ich auch nicht mehr. Ich mache es mir also einfach: Alles, was später als 21 Uhr beginnt, schenke ich mir. Das ist einfach sinnlos – um 22 Uhr werde ich müde. Und als vergebene Frau mit Kind habe ich so gar nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen, wenn ich dann auch stumpf nach Hause gehe. Etwa einmal im Jahr bleibe ich bis etwa 2 Uhr Nachts auf einer Party, aber dann muss der Nach-Hause-Weg sehr kurz und die Party sehr bombastisch sein.

Aber am besten sind Konstellationen wie die gestrige. Die Nachbarin von oben, die zwei kleine Kinder hat, lud nachmittags zur ihrer Geburtstagsfeier. Sie weiß, was Eltern brauchen. Gegen 15 Uhr wackelte ich mit Krabbe, bester Nachbarin und Kindern nach oben, betrank mich ein wenig, unterhielt mich bestens, bespasste mein und andere Kinder ab und zu und brachte die Krabbe betüdelt zu 20 Uhr ins Bett. Danach noch etwas Let´s Dance schauen (Alter! Eric Stehfest hat es drauf), D. war nämlich auf einer richtigen Party (der Arme!!!!). Und zack! bin ich wunschlos glücklich.

Nur eine Frage bleibt: ist das mein wahres Ich oder schaffe ich es rechtzeitig zum Großwerden der Krabbe, wieder etwas wilder zu werden und bis krass drei Uhr nachts zu feiern?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

11 Kommentare zu “Partymaus

  1. Ms Phye sagt:

    Schönes Thema 🙂

    Ich habe vor 2 Wochen genau das getan: Mal wieder bis 5 Uhr morgens weggegangen. In eine der Discotheken, die wir früher regelmäßig aufgesucht haben. Mit Mädels, die teilweise mehr als 10 Jahre jünger waren als ich …

    Erstaunlich daran: Es hat echt Spaß gemacht. Als ich dann gegen Ende des Abends mein Alter verriet, bekam ich den Neg „Du müsstest doch viel mehr Falten haben!“ Joa, danke 😀

    Man schafft es schon, das Feiern. Man muss sich nur unglaublich viel Zeit dafür freischaufeln, etwas was man von früher so gar nicht gewohnt gewesen ist. Da gings einfach los und es war gut.

    PS: Ich wurde direkt wieder eingeladen fürs nächste Mal. 😉

  2. kinder unlimited sagt:

    DIe Zeit kommt wieder…..ich bin der lebende Beweis ;-)))

  3. Gut zu hören! Ich war Freitag bis 23:30h weg und als ich nach hause kam saßen Kind und Mann lachend im Bett. Er hat dann auf dem Sofa geschlafen und ich hab noch bis 1:30h gebraucht bis Madame und ich schlafen durften. Um 8h wieder aufstehen. Das war schon hart. Für mich und mein Schlafbedürfnis. 😄 Gelohnt hat es sich trotzdem! Aber jede Woche könnte ich das nicht!

  4. jongleurin sagt:

    Ich lösch mal fix.

  5. io sagt:

    Ich hätte ja nie gedacht, dass ich das noch mal wieder hinbekomme, das mit dem lange Aufbleiben außer Haus – aber es klappt jetzt wieder regelmäßig, bis 2 Uhr ist überhaupt kein Problem und ich bin ja schon richtig alt😉 Vermutlich habe ich in den letzten 12 ausgangsfreien Jahren trotz allgemeinem katastrophalen Schlafmangel irgendwelche Ausgeh-Reserven angelegt. Jedenfalls schwächeln die kinderlosen, gleichaltrigen Freunde im Vergleich ein wenig😉

    (so, jetzt!)

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