Heute mal ohne Schreien: nur Schönes!

Das Oster-Tief der Krabbe scheint überwunden. Selbst die tägliche Kita-Einmarschierung klappt seitdem ohne Weinen oder „nein, Mama, bleib noch hier“: gestern hüpfte sie einfach so rein, gab mir einen Kuss und winkte mir „tschüß“. Den darauffolgenden Weg zur S-Bahn konnte ich erstmals im Jahr mit offener Jacke zurücklegen, es war herrlich. Das Herz scheint weiter oben in der Brust zu sitzen, wenn die Sonne scheint und kein Wollschal es in den Bauch drückt. Da macht das Warten auf den verspäteten ÖPNV plötzlich auch gar nichts mehr aus.

In der Bücherhalle gab es einen Juli-Zeh-Roman und einen Zoe-Beck-Krimi, die ich nun parallel lese. Beide Bücher sind im Stil so unterschiedlich, dass der Wechsel jedesmal erfrischend ist.

Auch schön: offensichtlich sind die Windelzeiten vorüber. Die erste Nacht ohne konnte ich unfassbar schlecht schlafen, weil ich die ganze Nacht mit einem Malheur rechnete – bisher waren die Windeln morgens nass gewesen. Aber nein, nichts ist passiert, seit drei Nächten nun schon. Ich bin ganz gerührt, wie groß sie nun ist. Die Rührung lässt zwar etwas nach, wenn man einen Hintern über dem Töpfchen abwischt, das Töpfchen säubern und dabei neue Einblicke in die Ausscheidungen erhält, aber irgendwas stört ja immer. Insgesamt: großes Kind, ich freue mich!

Und sonst: der Kalender für die nächsten Wochen ist in angenehmer Dichte mit angenehmen Dingen für die Freizeit bestückt, ich freue mich auf ein Festival im Sommer mit Madame C., auf den Lissabon-Aufenthalt mit der liebsten Cousine, auf den Sommer mit D. und Krabbe und Fahrrad und ohne Stunden im Zug jeden Tag.

Auf gehts, 2016, das lässt sich doch gut an!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

6 Kommentare zu “Heute mal ohne Schreien: nur Schönes!

  1. Wenn ich das so lese, fällt mir wieder ein, was meine Mum früher immer sagte (die übrigens Erzieherin war, also Erfahrungen mit vermutlich tausend Kindern hatte ;)): „Wenn ein Kind so ne ungnädige Phase hat, bedeutet das meist einen Entwicklungsschub. Dann gibt es anschließend etwas, das sie vorher noch nicht konnten/ machten.“
    Vielleicht wärs bei Dir ja die windelfreie Nacht? Das wäre doch auch was 😉 Die Picassos kann sie ja später anfertigen 😉
    Ich traus mich fast nicht zu fragen, aber… Was ist eigentlich aus dem Kochgeschirr geworden??

    • jongleurin sagt:

      Stimmt, das ergibt total Sinn mit dem Entwicklungsschub! Ich bin auch Anhängerin dieser Theorie, aber dass das mit den Windeln zusammenhängen könnte, habe ich irgendwie ausgeblendet. Danke für den Hinweis!
      Das Geschirr blieb verschollen, ist aber bei der Krabbe auch schon vergessen. Ich werde jetzt trotzdem mal bei den online-Kleinanzeigen nach etwas Adäquaten schauen, sie hatte so viel Spaß damit.

      • Ms Phye sagt:

        Für die Kleinen gibt es ja sogar feinsäuberlich aufgeschrieben diese Entwicklungsschübe per App 🙂 Allerdings glaube ich auch nicht daran, dass das mit einem Jahr dann vorbei sein sollte. Wir können bei schlechten Phasen generell davon ausgehen, dass sie danach wirklich was verinnerlicht/neu gelernt haben. Oder wachsen, das gibts ja auch regelmäßig.

        Was die Verabschiedung angeht, so ist es bei uns auch ein einziges Springen, den einen Tag so, dann doch wieder anders. Aber es hilft ungemein, wenn die Kinder einem strahlend nachwinken, da bin ich ganz bei dir.

      • jongleurin sagt:

        Ja, oder zahnen. Das war in der Baby-Zeit der Running-Gag mit den Mutter-Kolleginnen: „Was denn jetzt schon wieder?! Schub, Zahn, Phase? Ach, egal: anstrengend.“ Mit drei Jahren können sie immerhin schon sagen, was sie jetzt genau stört. Wenn allerdings eine Viertelstunde wegen einer verkrumpelten Strumpfhose geschrien wird, kombiniere ich haarscharf, dass es eher die Gesamtsituation und damit vielleicht wirklich ein Schub ist.
        Und ich habe mich auch weiterentwickelt: statt nach der Ursache zu suchen, nehme ich jeden Tag, wie er kommt (mal nehme ich die Tage mit mehr, mal mit weniger Freude…)

  2. Viel Spaß im Frühling und bei deinen Unternehmungen. Ich habe zur Zeit zwei Fünfjährige bei mir zu Besuch und bin erstaunt, wie laut Kinder tatsächlich sein können 🙂 Gerade abends, wenn sie vom ereignisreichen Tag total müde sind, stacheln sie sich dann noch gegenseitig hoch… zum Glück beruhigt es sich meist schnell.

    • jongleurin sagt:

      Danke! Habs gerade bei dir gelesen…! Du bist ja Action gewohnt, da wirst du das gut überstehen. Und umso schöner ist dann die Entspannung, wenn sie schlafen…

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