Finanzielle Rekonsolidierung (Versuch)

Seit einiger Zeit bin ich mit meinem Konto im Dispo, mal mehr, mal weniger. Ich bin nicht ganz sicher, woran das liegt, denn eigentlich neige ich zu vernünftigem Konsumverhalten. Uneigentlich war da diese Reise nach Thailand und die nach Florenz und so weiter.

Der Dispo macht mich immer höchst nervös, weswegen ich wild entschlossen bin, ihn hinter mir zu lassen. Für dieses Jahr stehen noch einige geplante Ausgaben an, die aber verschmerzbar sein sollten: mein Laptop gibt langsam den Geist auf, ich brauche ein Fahrrad, die Krabbe sicherlich auch so eines im Sommer, eine Reise nach Fehrmarn im September. Alles im Rahmen.

Und dann kommen die Gelegenheiten. Und das Dolce Vita. Nur mal die Beispiele aus März:

  1. Frau Frauig verkauft ihr 2x2m-Bett, und ich gerate in Zuckungen. Wat wär das schön, so ein Riesenbett! Schlafen zu dritt! Niemand muss mehr nachts umziehen! Ist sogar günstig und recht hübsch (Rattan, sag ich nur. Erinnert mich zwar immer etwas an 80er-Jahre-Wintergärten, aber die fand ich eigentlich auch immer sehr mondän in den 80er-Jahren, diese Wintergärten), Lattenroste sind auch dabei, ach so, und dann brauchen wir Matratzen und neue Laken, aaaaah!
  2. Im Juni habe ich Urlaub und will nach Berlin fahren. Ich schreibe der Lieblingscousine. Diese schreibt (sinngemäß) zurück: ach, f*ck Berlin, lass uns in den Süden fahren! Ich so: äh, Geld. Wobei: Lissabon… Cousine: ja, Lissabon! Ich schaue ganz unverbindlich nach Flügen, die absurd billig sind. Die Ferienapartments ebenso. Keine Minute später bin ich im Reisefieber, erfolgreich verdrängend, dass absurd günstig immer noch Geld ist und ich in Lissabon dann auch noch ein paar Ausgaben habe. Aber come on: Man lebt doch nur einmal!

So kenne ich mich gar nicht. Ich habe Sorge, dass das so weitergeht mit meinem jugendlichen Leichtsinn, mal hier hunderte von Euro, mal da, tralalala. Immerhin habe ich schon ein günstiges Fahrrad geschossen, der neue Laptop muss halt noch etwas warten, und ich versuche nicht ganz so oft essen zu gehen… und ich hege einige Hoffnungen bezüglich der Steuererklärung.

Oah, ist das anstrengend. Und einige Leute leben IMMER im Dispo, habe ich gehört. Wie machen die das?

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

4 Kommentare zu “Finanzielle Rekonsolidierung (Versuch)

  1. ysaid sagt:

    Ja, unbedingt Dispo ausgleichen. Wenn du solvent genug ist, bekommst du auch so einen Kredit. Für Notfälle tut es auch eine Kreditkarte. Da ist man nicht so in Versuchung. Dispos sind wirklich, wirklich Marketing-Instrumente für Konsumkredite sagt die gelernte Bankkauffrau.

  2. Stephanie sagt:

    Habe gerade ein ähnliches Städte/Reisen Problem und kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich den Flug jetzt buchen soll oder nicht. Denn eigentlich fände es ja das eigene Konto nicht ganz so gut, aber Amsterdam ist halt doch eine Verlockung… Und nein, es hilft auf Lange Sicht auch nicht, das Konto zu ignorieren (auch schon ausprobiert):-).

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