Kolleginnen

Ich mag ja meine Bürogemeinschaft – lustige, lebendige und aufmerksame Menschen. Das hat aber natürlich auch Nachteile. Frisch vom Friseur zum Beispiel erlebt man so etwas:

Büronachbarin betritt den Raum. „Ah, du warst beim Friseur. Farbe auch, oder?“ plauschplaudertratsch. Der Büronachbar kommt dazu. „Guck, jongleurin war beim Friseur! Hab ich ihr eben schon gesagt, sieht super aus. Ein bisschen wie meine Tante Angelika.“ Ich schaue konsterniert. Diese letzte  Information hatte er beim Erstgespräch über meine Haare verschwiegen. Der junge Mann freut sich. „Doch, genau so. Aber total frisch, wirklich super!“ Kurz und ohne auf mein düsteres Schweigen einzugehen wird die Frage aufgeworfen, wie alt ich jetzt mit dem neuen Pony aussehe, und die Büronachbarin kommt näher an mich heran. „Moment, ich glaube… Ja, tatsächlich.Die Tönung ist nicht ganz grauabdeckend !“ Ich greife mir keuchend ans Herz, die beiden klatschen ab (!) und verlassen die Kulisse.
Da macht man was mit. Mein Bürokollege schweigt dafür 8 Stunden am Stück konsequent, wenn es keinen konkreten Grund für ein Gespräch gibt.
Die goldene Mitte wäre manchmal ganz schön… aber ach.

Doch zumindest dieses Abklatschen werde ich bei Gelegenheit perfide bestrafen. Fürchtiget euch!

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