Weihnachtsendspurt

Die Krabbe ist beim Papa abgegeben, mit dem sie morgen losfährt, um 2 Wochen bei der Oma zu verbringen. Das war kein schöner Abschied, der Papa war hektisch und böse und ich konnte gar nicht tschüß zu meiner Tochter sagen. Nun ja, die Tränchen darüber und den Abschied sind verdrückt, und ich werde sie bei der Oma dann anrufen. Trotzdem: blöder Sack. Gut, dass sich damit jetzt eine andere rumschlagen kann. Wobei es offensichtlich nicht zu seiner Stimmung beiträgt, dass er wieder in häuslicher – äh, Harmonie? lebt. Also anders fomuliert: Gut, dass ich das nur noch in Ausnahmefällen erleben muss und alle Wechsel regulär über die Kita stattfinden. Das strahlende Patchwork-Glück mit gemeinsam verbrachter Zeit sollte ich mir mal langsam aus dem Kopf schlagen. Immer, wenn ich den Kerl ein paar Wochen nicht sehe, stelle ich mir das alles golden glitzen glücklich vor und finde es total realistisch, obwohl ich nicht den leistesten Grund dafür habe außer meinen Wunsch. Ich habe den vagen Verdacht, dass genau dieser mein Mechanismus die Beziehung über Jahre hinweg getragen hat. Mein Gott.

Hier in der Wohnung sieht es wüst aus: D. und ich packen für Florenz und bereiten gleichzeitig die Wohnung für meine Familienhorde vor, die hier Weihnachten übernachtet. Ganz blöde Konstellation: Gastfreundschaft bieten, wenn man selber gar nicht zu Hause ist und die Gäste genießen kann, aber genau so viel Arbeit hat. Mir graut jetzt schon vor den Bettwäschebergen, die nach unserer Reise auf uns warten.

Aber: die Reise! Florenz, ich freu mich so und wälze in den Packpausen Reiseführer. Pasta, Pizza, Uffizien, diverse Gärten und Paläste, der Dom, Pisa, Kino (Star Wars hat D. sich zum Geburtstag geschenkt: machen wir!), Marktbesuche mit dabei ergatterten Bergen von Spezereien, die wir hinterher im Bett unseres antiken Apartments vertilgen und Chianti, das ist der grobe Plan. Schauen wir mal.

Heute abend wird es auch noch herrlich mit Madame C., wir schmausen ein wenig, bringen uns auf den neuesten Stand (das ist wichtig bei ihr, die Frau hat ein schnelles Leben, und das als Beamtin!) und schauen uns „Carol“ an. Cate Blanchett in 60er-Jahre-Chic, das wird zumindest ein Augenschmaus, und ich erwarte einen bestandenen Bechdel-Test.

Ich komme wieder!

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Ein Kommentar zu “Weihnachtsendspurt

  1. kinder unlimited sagt:

    Dann mal viel Spass in Bella Italia 😉

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