House of Cards, Staffel 3

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Ich habe gerade die dritte Staffel von „House of Cards“ beendet und bin schwer beeindruckt. Ach, das war jetzt schon toll. Dieses Ende ist ja der fieseste Cliff-Hanger überhaupt…

Die dritte Staffel der Serie kam in den Rezensionen nicht so gut weg, vor allem, weil die Widersacher für Frank Underwood fehlten, die er einer nach dem anderen aus dem Weg räumen hätte können. Das fand ich selber nicht so schlimm, auch war es völlig okay für mich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten – endlich im Amt – das Morden aufgibt. House of Cards wurde jetzt eher eine Politserie, das ist meines Erachtens nie verkehrt, und die zugegebenermaßen manchmal etwas lästigen außenpolitischen Krisen kann man mit Hilfe von Spekulatius auch ganz gut durchstehen. Frank Underwood wandelt sich vom Psychopathen zum Politiker (das muss sich nicht zwangsläufig ausschließen, schon klar – aber er wird etwas professioneller).

Ganz anders Doug. Der Mann hat so seine Probleme, das wird ziemlich deutlich – aber welche? Was soll der ganze Spaß mit Gavin und Rachel? Es ist dennoch faszinierend gewesen, als er in der letzten Folge wieder einen Anzug trug und plötzlich wieder ganz der Alte schien. Endlich, das hat etwas gefehlt in dieser Staffel. Überhaupt war die letzte Folge eine Rückkehr zu alten Gewohnheiten.

Wäre da nicht Claire, die zwischen Strahlen und Unzufriedenheit schwankt, schluckt und schluckt und schluckt und es irgendwann nicht mehr aushält. Was für eine Schauspielerin Robin Wright doch ist! Auch sie ist manchmal schwer zu lesen, aber dabei hat man immer das Gefühl, es liege an Claire persönlich und nicht an ihren Psychosen.

Sowieso die Frauenfiguren – sie stellen die Männer definitiv in den Schatten. Heather Dunbar und Jackie Sharp nehmen im Vorwahlkampf zum Präsidentinnenamt im Laufe der Staffel die Position von Franks Gegnerinnen ein – und anders als in früheren Staffeln lassen sie sich nicht einfach wegekeln oder -morden. Tatsächlich ist der Vorwahlkampf einer der spannendsten und unterhaltsamsten Stränge in der ganzen Staffel, nein, der ganzen Serie! (Jaja, ich bin beruflich vorbelastet.)

Doch, das war sehr unterhaltsam. Ich freue mich auf Staffel 4. In 2016. Bis dahin: mehr Spekulatius.

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