Eine Woche alleinerziehend

Wie schon vorab erwähnt: die Krabbe und ich sind seit einer Woche komplett alleine. Mit etwas Organsiationsaufwand bekomme ich das alles ganz gut hin, aber ich habe etwas das Gefühl, dass sich eine unpraktische Dynamik entwickelt und sie mir etwas auf der Nase herumtanzt, was die Trödelei angeht und Diskussionen, die sich um das Anziehen von Kleidungsstücken drehen, natürlich immer in Aufbruchssituationen, in denen ich eh schon etwas angespannt bin, weil ich es hasse, zu spät zu kommen. Ich schwanke dann immer sehr zwischen „Jetzt zieh das sofort an!“ und „Na gut, einmal darfst du noch im Kreis laufen.“ Das merkt sie natürlich und nutzt es weidlich aus. „Und jetzt noch einmal hüpfen!“ – „Nein, keine Strumpfhose!“ – „Auf den Arm, ich bin traurig!“ – etc pp.

Ich brauche eine Linie, die so einfach ist, dass sogar ich sie verfolgen kann.

So dass wir dann genug Zeit für den Weg haben. Denn die Laufgeschwindigkeit der Krabbe ist in etwa so, dass noch langsamer rückwärts gehen wäre.

Und ohne meine Verschnaufspausen, in denen der Papa oder D. das übernehmen, rüttelt es so mittelfristig arg an meinen Nerven.

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7 Kommentare zu “Eine Woche alleinerziehend

  1. Cecilia sagt:

    Hi!

    Bei uns hat die Regel geholfen: erst anziehen, dann Frühstuck. „Hunger!“ „Sofort Schatz, hier, nur noch die Leggins und durchkämmen und dann können wir essen.“ Nach dem Frühstuck muss man nur noch Schuhe und Jacke meistern.

    Cecilia

    • jongleurin sagt:

      Das ist eine gute Idee – leider frühstückt die Krabbe in der Kita. Da klappt es tatsächlich so ganz gut: „Jacke und Schuhe aus, Hausschuhe an, sonst frühstücken die anderen Kinder ohne dich!“
      Und genau, was du sagst: die Situationen hat man ja mehrmals am Tag. Jedes Rausgehen wird zur Geduldsprobe, vor allem weil es jetzt kälter wird und mehr Klamotten erforderlich sind. Wat war das schön im Sommer…!

  2. Und das nun alles x 2. Und wie das Leute mit noch mehr Kindern machen, frage ich mich häufig. Es ist nicht einfach. Und egal wie früh ich anfange, es wird immer äußerst knapp. Und so habe ich leider keine tipps für dich.

    • jongleurin sagt:

      Aber echt! Ich denke, Menschen mit noch mehr Kindern haben meistens das Glück, dass nicht alle Kinder gleichzeitig diese Phase haben. Ich denke, da gibt es auch nicht viele Tipps. Nur „Augen zu und durch“.

    • jongleurin sagt:

      Ja, den Artikel kenne ich 😀 Ich fürchte allerdings, mein Kind hat „nur“ eine ganz normale Grenztest-Phase. Das bedeutet: Ist es zu stark, bin ich zu schwach. Deshalb arbeite ich nun an Konsequenz und klaren Strukturen. Ächz… Schön finde ich den Tipp mit den zwei Alternativen. Das hat eine Weile gut geklappt, jetzt kommt als Antwort „Gar nichts!!!!!!“

      Potential für eine Führungsposition sehe ich natürlich so oder so bei ihr. Sie muss nämlich später meines Geisteswissenschaftlerinnen-Rente auftstocken.

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