Ernten, säen, feiern

Gemüse

Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Feldes. Samstag radelte D. unerschrocken 20 Kilometer zur Demeter-Gärtnerei und erwarb Jungpflanzen, die wir gerne auf unseren Feldstreifen aussetzen wollten. Denn die Kopfsalate und die Zuckererbsen konnten nun weichen, auch der Spinat hatte seine besten Zeiten hinter sich. Den so entstandenen Raum wollten wir gerne nutzen. So gab es denn noch süße, kleine Pflänzchen von Mangold, Broccoli, Grünkohl und Wasabi-Salat (ja, fragt mich nicht, ist mir völlig neu). Außerdem ergatterte er Saatgut von Feldsalat, Rauke, Spinat und Petersilie, die anscheinend auch bei so später Aussaat noch Ertrag bringen sollen.

So gewappnet fuhren wir mit den besten Nachbarn zu unserem Feldstreifen im Wohngebiet. Die Aufgaben waren klar: den wuchernden Hokkaido vom Kohlrabi fernhalten, die Zuckererbsen- und Spinatreste entfernen und Jungpflanzen einschlämmen sowie säen. Außerdem etwas Kräuter ernten, ein paar Bohnen und dann singend nach Hause fahren.

Als wir ankamen, wurden wir des Besseren belehrt. Der Mangold war wieder gut nachgewachsen, der Dill riesig, die Karotten ragten aus dem Boden und bettelten geradezu nach Ernte. Der Salat wucherte fleißig vor sich hin, Stangenbohnen und dicke Bohnen fielen geradezu in unsere Hände, wenn wir auch nur in ihre Nähe kamen. Die Kartoffeln, verriet uns eine Feldgenossin, waren auch schon so weit.

Nachdem also die gejäteten Lücken aufgefüllt waren, ernteten wir. Und ernteten. Und ernteten. Ja, hier ist es fruchtbar. Dann fuhren wir singend nach Hause, zumindest dieser Programmpunkt wurde dank Kinderlieder-Kassette absolviert wie geplant. Das große Kochen kann beginnen, und wir sind gerade ganz froh, dass wir den Feldstreifen nicht alleine bestellen. Wie sollte man dem Herrin werden? Aber so sind wir guten Mutes und haben schon eine ganz kleine Testreihe gestartet. Das Ergebnis: die Linda-Kartoffeln sind so unheimlich lecker, ganz jung sind sie, mit ganz dünner Schale. Hach!

Mehr konnten wir gerade nicht verarbeiten, denn D. fabriziert zur Feier unseres einjährigen Zusammenlebens gerade eine Unmenge von Köstlichkeiten in der Küche, die bei einem Picknick verspeist werden müssen. Wir stoßen mit Champagner an und freuen uns des Lebens.

Das ist Sommer.

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