Die Krabbe spottet

Nein, nicht was ihr jetzt denkt. Für Spott, so als verbale Ausdrucksmöglichkeit, ist sie dann doch noch etwas zu klein. Das war so:

Unlängst waren wir bouldern, die Krabbe kam mit. Ich weiß, dass sie mit ihrem Papa öfter in der Kletterhalle ist, und so kommentierte sie zunächst fachkundig das Anziehen der Kletterschuhe und hopste dann sofort wie eine Bekloppte auf den Bouldermatten rum. Die sind offenbar zum Hüpfen und Springen wie gemacht, das war ganz klar schon mehrfach von ihr erprobt worden, da war sie Expertin und ganz in ihrem Element. Es war nicht viel los, also beschloss ich, mich etwas warmzuklettern, so lange die Krabbe zufrieden war und hopste. Ich ging an die Wand, schaute mich um, ob alles klar beim Kind sei – und sah hinter mir die Krabbe, die sich strahlend unter mir aufbaute, die Ärmchen ausgestreckt, und aufmerksam spottete. Für den Fall, ich würde fallen.

Etwas angespannt beeendete ich das Warmmachen. Alleine die Vorstellung, meine 65 Kilo plumpsen auf die zarten 93 Zentimeter… Ach nein. Nicht nur für Spott, auch für das spotten ist sie noch etwas zu klein. Aber immerhin ist sie eine gewissenhafte Boulder-Aspirantin. Das ist doch gut zu wissen. Und niedlich war es auch.

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