Tagebuch 06/2015

Frau Brüllen fragt die Bloggerinnen-Gemeinde: was machst du eigentlich den ganzen Tag? Ich antworte. Rahmenbedingungen: die Krabbe ist seit einigen Wochen komplett bei mir, da der Papa in Frankreich weilt – seit Beginn des Kita-Streiks, was aber wirklich Zufall ist. Heute ist letzter Tag des Streikes.

5.50 Der Wecker klingelt. Ich stehe völlig zerschlagen auf. Die Krabbe pennt neben mir selig weiter, und ich suche mir sehr leise meine Klamotten zusammen.

6.00 Kaffee mit D. Wir unterhalten uns, das kam die letzten Tage zu kurz. Eine Abfolge von Kind-Übergaben, so fühlte sich hier der Alltag an. Der gestrige 3stündige Feldbesuch macht sich bemerkbar: ich kam nicht zum Einkaufen, Frühstück fällt aus. Und ich bin groggy.

6.30 Bus, S-Bahn, ICE nach Berlin. Schnell noch ein Müsli beim Bäcker holen für die Zugfahrt. Da ich mal wieder ein ZEIT-Probeabo habe, das mir quasi aufgedrängt wurde, ist die Lektüre auch gesichert. Der Zug ist pünktlich und recht voll für Freitags. Ein kapitaler Muskelkater ist im Anzug, Schuld ist dieses gestern absolvierte Video: https://www.fitnessblender.com/videos/hiit-cardio-abs-and-yoga-workout-fun-mashup-with-beginner-intermediate-and-advanced-options

9.00 Arbeit; Vorbereitung der Sitzungswoche für den Chef und finale Arbeiten an einer Musterantwort bestimmen den Vormittag. Zwischendurch ein Salat vor dem Rechner.

13.00 Raus aus dem Büro, mit der U55 zum Berliner Hauptbahnhof, den Dienst-Laptop unter dem Arm. In Kombination mit dem Diensthandy als mobilen Hotspot kann ich im Zug gut Home-Office machen. Aber erstmal ein Schlenker zu Butter Lindtner, wo auch die schnödesten Brötchen delikat sind. Dinkel wird es.

15:00 Schnell raus aus der unerträglich stickigen Zugluft… Anscheinend ist die Klimaanlage des ICEs schon an ihren Grenzen. Sind ja auch schon fast 30 Grad draußen. Ich sause mit der S-Bahn zur WG des Papas, wo seine Mitbewohnerin die Krabbe sittet. Wir schnacken noch kurz, und ich erfahre ein wenig Interna aus dem Leben der Krabbe beim Papa. Etwas fassungslos wackeln wir von dannen. Anscheinend ist die Krabbe bei ihm so schlecht ausgestattet, dass die Mitbewohnerin ihr Klamotten kauft. Ich bin etwas ratlos, wie man dagegen angehen kann. Mir ist schon aufgefallen, dass sie nie neue Sachen hat und die, die ich kaufe, bei ihm gebunkert werden, aber dass das so systematisch ist… Ein Vorschlag meinerseits war schon mal gewesen, dass ich insgesamt Klamotten kaufe und wir das vom Kindergeld bezahlen, was entrüstet abgelehnt worden war.

16:00 Die Krabbe verlustiert sich im Planschbecken der Nachbarn auf dem Hinterhof, ich lese die neue GLAMOUR. Die habe ich im Abo, seit ich irgendetwas mit meinen bahn-bonus-Punkten anfangen musste. Im Hinterhof ist es recht angenehm, die Kinder sind super. Zwischen einem und neun Jahren ist alterstechnisch alles dabei. Die Mittleren kümmern sich um die Kleinsten, die Großen rabaukieren und die Kleinsten bejubeln es, und mehr als sechs/sieben Kinder sind eigentlich nie dabei, also sehr überschaubar.

17:00 D. kommt von der Arbeit, sieht gut aus und schickt mich los zu Schwester 1. Die Krabbe schlottert inzwischen wie ein Presslufthammer, will aber nicht aus dem Planschbecken raus. Ich verzieh mich schnell.

18:00 Ankunft bei Schwester 1, wo ich beim Ins-Bett-bringen assistiere. Meine Nichte will kein Fläschchen von mir, also hopse ich ein wenig mit ihr auf dem Pezzi-Ball, während ihr Bruder schlafen gelegt wird. 9 Monate sind sie nun alt… Da beginnt es langsam, nett zu werden, finde ich immer.

19:00 Die Kinder schlafen. Ich werde charmanterweise zum Lieferdienst-Essen eingeladen.

21:15 Ich breche wieder nach Hause auf.

22:00 Ankunft zu Hause. D. und Chantale sitzen auf dem Balkon und quatschen, auf ein Bier geselle ich mich dazu. Danach ziehe ich mich in mein Boudoir zurück, lese noch ein paar Seiten „Drachenbeinthron“ und bin weg. Gute Nacht, Welt!

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