Kita-Streik, Woche 4

Mir geht die Puste aus. Erst war die Krabbe zehn Tage bei der Oma, dann konnte ich dank meines Vaters, Home-Office, D.s freien Tagen und meinem Urlaub die fehlende Betreuung abdecken. Freitag wird die Mitbewohnerin des Papas aufpassen, gegen Geld. Dann weiß ich nicht mehr weiter.

Notbetreuung ist schwierig mit der Krabbe, die bei fremden Menschen immer erstmal sehr zurückhaltend ist und sich nicht anfassen lässt. Mein Vater ist angeschlagen, viele Leute sind schwanger oder müssen arbeiten, die Oma ist selber im Urlaub. Ein 2,5 Jahre altes Kind zur Arbeit mitnehmen ist komplett sinnlos, wobei die auch immens schwangere studentische Mitarbeiterin sich zum Kinder hüten bereit erklärt hat. Das wäre eine vage denkbare Variante, wie ich zumindest ein wenig arbeiten könnte, aber das Kind mit nach Berlin nehmen, dann die bestimmt gerade dann einsetzenden Wehen bei der Studentin, ächz… ich will nicht drüber nachdenken. Mein Chef hat immerhin Verständnis, aber ich sträube mich dagegen, meine schönen Urlaubstage zu verbraten oder noch mehr Geld auszugeben.

Und ausgerechnet jetzt ist der Papa in Frankreich und teilt mir mit, das sei alles so ziemlich mein Problem, ich wäre ja dagegen gewesen, dass er die Krabbe mitnimmt. Für fünf Wochen. Höre ich da ein leises „näh, nänänäh, nä“ aus Richtung Bordeaux?

Also, ihr lieben Tarifparteien, einigt euch, sonst werde ich unsolidarisch. Echt jetzt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

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