Kino: Mad Max. Fury Road

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Pff, Mad Max. Who the fuck is Tom Hardy? Charlize Theron war hier die coole Sau. Überhaupt waren überraschend viele ziemlich starke Frauen in diesem Film vertreten, die kämpfen und bluten und hauen und sich emanzipieren durften. Und sich miteinander über etwas anderes als Männer unterhielten. Für mich völlig überraschend hat Mad Max damit den Bechdel-Test recht souverän bestanden.

Das war nach der ersten halben Stunde nicht zu erwarten gewesen. Man muss schon ziemlich doll Lust auf Freak-Show und Auto-Rennen mit ganz lauten Trommeln, Gitarren und dröhnenden Motoren haben, die ohne jegliche Story oder Dialoge auskommt, wenn man sich den Film geben möchte. Dann ist er ganz cool. Die Geschichte ist schnell erzählt: Frauen fliehen vor dem durchgeknallten Sektenführer, der in der Endzeitwüste das Wassermonopol hat und die von Topmodels dargestellten jungen Dinger als Gebärmaschinen benutzt. Charlize alias Furiosa, auch nett anzuschauen, befreit sie, und sie fahren los, um Furiosas Heimat zu suchen, einen anscheinend matriarchalischen Stamm. Mad Max stößt dazu. Fahrt durch die Wüste, laut. Kämpfe gegen die Sektierer finden statt, laut, die Fliehenden können sich einen Vorsprung erarbeiten. Sie finden den Stamm, der nur noch aus fünf älteren Frauen besteht. Also beschließen sie, zurück zum Sitz der Sekte zu fahren und diesen zu erobern, damit sie das Wasser gerecht verteilen können. Also Rückfahrt, same procedure as Hinfahrt, Erfolg, Ende.

Schwester 1, nach eigener Aussage das erste Mal seit der Geburt ihrer Kinder im Kino, hatte Spaß, ich auch, außer wenn es zu lange zu laut war. Dann bin ich schon mal norddeutsch ausfallend geworden (sprich: ich habe geseufzt und bin auf meinem Sitz hin und her gerutscht).

Fazit: kann man machen, muss man nicht.

Und ja, der Bechdel-Test: all diese Frauen hatten Namen, ich konnte sie mir gar nicht alle merken, redeten miteinander und zwar beispielsweise übereinander und den Stamm, den sie erreichen wollten und über Kampftaktik. Mad Max hat dabei gar nicht groß gestört. Bestanden. Dankeschön, das war doch gar nicht so schwer.

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