Urlaub: drei Wochen zu dritt in Thailand – ein Kurzbericht

D., ich und die Krabbe, 2 1/4 Jahr alt, waren drei Wochen in Thailand. Ausführlicheres folgt noch, ich will aber ganz schnell meine dollsten Eindrücke festhalten. Deshalb hier ganz fix die tollsten, doofsten und einfach bemerkenswertesten Erfahrungen des Urlaubs!

Toll war:

  • das Essen. In Thailand isst man wenig zu Hause, in den Städten geht man abends auf die Nachtmärkte zum Food-Court. Dort wird an festen Ständen Essen frisch zubereitet, für umgerechnet 1,50 Euro bekommt man eine sehr leckere Mahlzeit. Die Portionen sind klein, aber für das Klima optimal – wenn man sich bei 35 Grad den Bauch vollschlägt, geht es einem hinterher nicht besonders gut. Die Krabbe ass am liebsten Pfannkuchen, Reis pur oder mit Sojasauce, aber auch Knoblauchsuppe fand ab und an Gnade. Ich liebe thailändisches Essen jetzt noch mehr, und es war beileibe nicht alles sehr scharf.
  • die Landschaft. Unglaublich, bei der Hitze eine solch grüne Landschaft zu erleben, die von tropischen Wäldern bedeckten Berge und die Strände. Ein traumhaft schönes Land. (Schrecklich bebaut allerdings, aber irgendwas ist ja immer.)
  • die Toiletten. Wie ich schon aus Südeuropa wusste, wirft man in vielen Ländern kein Toilettenpapier in die Toilette, das verkraftet die Kanalisation nicht. Aber in Thailand lösen sie die Sache geschickter, als einen offenen Eimer für das benutzte Toiletenpapier neben das Klo zu stellen: hier gibt es kleine Handduschen, die zum Einsatz kommen, quasi ein mobiles Bidet. Gut, man braucht hinterher dann doch noch Papier oder ein Handtuch, um sich trockenzulegen, aber bei der Hitze trocknet im Zweifel alles schnell.

Doof war:

  • das Reisen an sich. Ich bin eh kein großer Fan, und wir hatten viele Transits und Nachtflüge sind wirklich, wirklich scheiße. Die Anstrengung potenzert sich in Begleitung eines Kleinkindes. Die Krabbe hat alles gut überstanden, aber ich war oft gerädert. Das würde ich nicht noch einmal so machen, auch wenn es toll ist, nicht nur einen Ort in der Fremde zu erleben.
  • Die Kosten. Alter, war das teuer, vor allem das Herumgereise, wegen der Krabbe immer mit dem Flugzeug oder im privat gecharterten Minivan. Das war schon ein Luxusurlaub. Bei den Transits vergisst man außerdem sehr viele Dinge und verstreut seine Habseligkeiten über das ganze Land, muss alles nachkaufen und wird sukzessive immer ärmer. Schluchz. Zum Glück wartete zu Hause der recht positive Steuerbescheid.
  • die Hitze. Ich dachte immer, ich kann Hitze gut vertragen, aber 35 Grad scheinen mir zuviel zu sein. In den Städten ging ich zwischen 11 und 17 Uhr nicht aus dem Haus, am Meer war es wegen des tropischen Gartens, in dem unser Bungalow stand, besser. Erstaunlich nervig fand ich die Klimaanlagen: laut, zugig, und der körperliche Schock bei einer Umstellung von 35 auf 22 Grad ist auch nicht zu unterschätzen.

Bemerkenswert war:

  • der Starrummel um die Krabbe. So etwas habe ich noch nie erlebt: die Thais liebten die Krabbe. Ist ja auch entzückend, sehe ich sofort ein, aber sie wurde ständig angefasst und schon fast bedrängt, die arme norddeutsche Seele. Auch wenn sie schon fast weinte oder wirklich nachdrücklich „Neiiiin!“ schrie, wurde nicht von ihr abgelassen. Am Ende war ich schon rgelrecht sauer auf dieses unsensible Volk, das mein Kind so quälte.
  • Überhaupt Urlaub mit Kleinkind. So weit, so lange, so heiß: in der Kombination nicht wieder. Sie hatte ihren Spaß, denke ich, den Jetlag überstand sie ganz gut, die Hitze machte ihr nichts, sie ritt auf Elefanten, sah Krebse, Affen, Eidechsen, fuhr exzessiv Tuktuks und schwamm im indischen Ozean wie eine Wassernixe und war die meiste Zeit hellauf begeistert- aber ich fand die exklusive Bespaßungsaufgabe mit wachsender Zeit etwas anstrengend. Urlaub auf dem Bauernhof, das ist bestimmt cool in dem Alter! Oder Urlaub mit anderen Eltern, in dem man sich ab und an abseilen kann. Man braucht da eine andere Struktur, glaube ich.
  • Ich habe mich so unfassbar gefreut, nach Hause zu kommen, man kann es sich nicht vorstellen. Das war einer der schönsten Tag meines Lebens. Ich liebe mein Zuhause, die Wohnung, die Mitbewohnenden und alles, was dazu gehört. Anscheinend, und auch das hat die Reise mir gezeigt, bin ich angekommen.
Advertisements
Dieser Beitrag wurde in Freizeit veröffentlicht und mit getaggt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s