Rafael Stachowiak und der böse Wolf

Bild: Abendblatt.de

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Ich träumte heute Nacht, dass ich mich mit Rafael Stachowiak * unterhielt und wir irgendeine kleine Anekdote miteinander erlebten. Nicht weiter bemerkenswert, aber hallo! Rafael Stachowiak! Ich war erfreut, sowohl im Traum als auch danach beim Aufwachen. Das erlebt man ja nicht alle Tage, und wenn ich träume, ist es morgens oft so, als würde ich mich an ein Erlebnis des gestrigen Tages erinnern. Das einzige Problem: Rafael Stachowiak sah in meinem Traum nicht so aus wie da oben, sondern ungefähr so:hqdefault

Tja. Im Traum nahm ich das klaglos hin, wunderte mich nur kurz über den Mund des Mannes und warum ich den nun genau nett anzuschauen fand, und wanderte weiter mit ihm durch irgendwelche belanglosen Alltags-Traum -Sequenzen. Beim Aufwachen war ich dagegen sehr enttäuscht und böse auf mein argloses Traum-Ich. Ich fühlte mich betrogen und konnte mir diese Dummheit nicht erklären. Bis mein Blick heute auf die aktuelle Lieblings-Lektüre der Krabbe fiel: Rotkäppchen. Da war dann alles klar: wenn die doofe Nuss Rotkäppchen die eigene Großmutter nicht von einem Wolf unterscheiden kann (wie hohl kann man sein? Die hat doch was genommen oder so, genau wie Schneewittchen, die die eigene verkleidete Stiefmutter nicht erkennt. Die Gebrüder Grimm kannten offensichtlich nur recht weggetretene Frauen, worüber sie mal hätten nachdenken sollen), kann mir das ja mal mit einem mir persönlich unbekannten Schauspieler passieren. Aber trotzdem: ich würde mich jetzt lieber an den Traum mit dem echten Rafael Stachowiak erinnern. Buhu.

*links im Bild. Rafael Stachowiak ist ein am Hamburger Thalia-Theater beschäftigter Schauspieler. Ich mag Theater nicht so, schenkte aber D. Karten zum Geburtstag. So saß ich eines Abends in der fünften Reihe der Aufführung des Siegfrieds, versuchte die ersten zwanzig Minuten des Stückes zu verwinden, in denen sich ein nackter Mann mit Blut beschmierte, während ich eine hervorragende Sicht auf seinen Penis hatte und war leicht genervt von dem Konflikt zwischen hinschauen und nicht hinschauen, als Her Stachowiak die Bühne betrat. Ich konnte zehn Minuten lang gar nicht mehr woanders hinschauen als auf sein Gesicht, das so speziell ist und mir etwas später wahnsinnig bekannt vorkam, als würde ich ihn schon länger kennen. Dem ist nicht so. Aber das Gesicht ist irre. Ich war und bin fasziniert.

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