Schreckmoment

Kinderwagen gebaut aus Geldscheinen und Messingdraht

Bild von geldgeschenke.org

Familienspaziergang. D. und ich schlendern mit der Krabbe im Schlepptau zum Kanal. Aktuelle Hobbys der Krabbe: Puppenbuggys schieben und Geld einsammeln. „Noch ein Geld!“ fordert sie des Öfteren und lässt die Cent-Stücke zufrieden in ihrer Jackentasche verschwinden, bevor sie den Buggy weiterschiebt und prüfend schaut, ob der darin liegende Bär sein Kleid noch anhat. „Na kleiner Bär, ist alles gut?“ (Hach! Süß!) Ich bin noch nicht sicher, auf welches Berufsbild diese Hobby-Kombination zuführt, aber es wird sicher irre profitabel. Vielleicht die Leitung einer privaten Kinder-Tagesstätte? Luxus-Tagesmutter? Ehefrau eines reichen Mannes? Bundesministerin für Finanzen und Familie?

Jedenfalls fragte D. mich, ob wir uns für den weiteren Verlauf des Spaziergangs einen Kaffee holen wollen. Ich war angetan, merkte aber an: „Ich habe mein Geld zu Hause gelassen.“ Die Krabbe hört das, bleibt ruckartig stehen, die Augen werden groß, und sie ruft aufgeregt: „Geld vergessen!“ Ich versuche das Kind zu trösten, immerhin hat D. Geld dabei. Doch die Krabbe insitiert: „Schnell nach Hause, holen! Geld vergessen!“ Tatsächlich,auch des Kindes Taschen sind leer, die kleine Münzsammlung nicht dabei.

Nun, sie weiß offensichtlich, worauf es ankommt im Leben. Mein Großstadtkind! Wer Geld in der Tasche hat, der braucht niemals zu darben. Und selbst versorgen möchte sie sich auch. Aus der wird noch was.

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