So war 2014

Dieses Jahr war eigentlich durchaus erfreulich. Die unangenehmen Dinge – Trennung, Auszug, Vertragsverlängerungsirrsinn – hatte ich 2013 erledigt. So hat 2014 die Gelegenheit genutzt, deutliche Steigerungen zu etablieren. Konsolidierung, das fasst es ganz gut zusammen.

Im Job hat sich alles geregelt. Ich ergatterte einen Vertrag bis Dezember 2017 (das ist für Soziologinnen quasi unbefristet), nicht mehr auf einer Projektstelle, sondern im festen Gefüge meiner Arbeitgeberin. Das gibt auch für 2018 und darüber hinaus etwas mehr Sicherheit als vorher. Das Pendeln über 287 km ist manchmal suboptimal, ich bin wenig flexibel und muss viel organisieren, wenn die Krabbe an meinen Arbeitstagen bei mir ist. Es hilft enorm, dass ich mir die Stelle teile und nur ca. 62% arbeite (ja, die Personalabteilung hat freundlicherweise eine 125%-Stelle für mich und die entzückende Kollegin N. geschaffen. Danke nochmal!). Das Geld reicht trotz Teilzeit und Wohnung in Hamburg auf angenehme Weise. Ich liebe es, in der Bundespolitik zu arbeiten, und ich liebe meine Themen.

Ich bin auch nur einmal umgezogen in 2013, was für mich erstaunlich wenig ist. In eine großartige Wohnung in meinen Lieblings-Stadtteil, mit D. und der Krabbe gemeinsam und wahnsinnig schicken Nachbarn. Wie es aussieht, bleiben wir hier eine Weile.

Mein soziales Umfeld ist stabil und ausreichend. Oben benannte Nachbarn sind wichtig, Impi ebenso, Madame C. ist eine Bank, die sich auch außerhalb des Kletterns bewährt hat. Aus D.s alter WG habe ich mit Chantalle eine Restaurant-Besuchspartnerin gewonnen, und die Mütterkolleginnen bekommt man irgendwie immer zu einem Kaffee oder Schwimmen herum. Schwester 1 und meinen Vater sehe ich oft, Schwester 2 immer öfter. Der Kontakt in die Studienstadt und zur alten Büromitbewohnerin hält sich auf schönem vertrauten Niveau, und aus meiner Schulzeit ist mir Frau dekorinnadeln erhalten geblieben, die praktischerweise auch in Hamburg lebt. In Berlin sind Cousine L. und die gute C. immer noch freudig bereit, mich zu treffen -und die Kollegen, allen voran die stellenteilige N., sind größtenteils angenehme Menschen.

Die Krabbe wächst und gedeiht, nimmt die doch sehr unterschiedlichen Lebensweisen ihres Papas und ihrer Mutter extrem gelassen hin und ist größtenteils sehr fröhlich, wenn sie nicht gerade willensstark ist. Das Wechselmodell hat sich gut etabliert, auch wenn ich mit dem Papa auf seinen Wunsch hin nur noch per Mail kommuniziere. Wir sind der Beweis: Wechselmodell geht auch, wenn die Ex-Partner kein gutes Verhältnis haben. Ich würde es mir anders wünschen, von meiner Seite wäre auch mehr Kommunikation möglich und gerade die Übergaben deutlich netter gestaltbar als „Hallo – hier Kind – tschüß“.  Aber das ist anscheinend gerade nicht dran, und ich leide nicht darunter. Offensichtlich ist das aber der einzige Bereich, in dem ich Luft nach oben sehe.

Also: mir erging es gut in 2014. Ich bin gespannt auf 2015, die Planungen versprechen viel, vor allem aber weitere Konsolidierungen, was ich extrem angenehm finden würde. Spannung, Action, Turbulenzen- wech damit. Können die anderen alles haben. Etwas Langeweile, feste Strukturen, viele Filme, Serien, Bücher, ein gesundes Kind – mehr verlange ich nicht. Danke.

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Ein Kommentar zu “So war 2014

  1. Vadda Jürgen sagt:

    Hoch soll sie leben – die Gastgeberin mit den tollen Nerven. Und D. natürlich auch.

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