Wo man in den Zug einsteigen sollte

Es ist ganz sicher eine Binsenweisheit, und andere Pendlerinnen lächeln jetzt nur milde und sagen: „A geh, das weiß doch jede!“ Aber dennoch, irgendjemand muss es niederschreiben.

Also: Ein Zug ist ganz hinten und ganz vorne am leersten. Also hat man im ersten und letzten Waggon die größte Auswahl an Sitzplätzen und die ruhigste Atmosphäre. Der Mensch strebt zur Mitte, so auch die Zugfahrenden – wie so oft profitieren die antizyklisch Agierenden.

(Das gilt nur für okönomische Situationen außerhalb des Wohlfahrtsstaats-System. Innerhalb übersteigen die Opportunitätskosten oft den ökonomischen Nutzen, vor allem im Care-Kontext. Es kann aber gut sein, dass der ökonomische Nutzen nicht der alleinige Nutzen ist, so dass auch hier antizyklisches Agieren Profit bringt – etwa auf der Selbstverwirklichungsebene, der Genugtuungs-Ebene oder der emotionalen Ebene. Die Kunst ist dann, sich in ein Sub-System zu begeben, in dem das eigene antizyklische Agieren wiederum Mainstream ist oder aber als Pionier-Tat positiv anerkannt wird. Damit habe ich jetzt endlich mal wieder etwas soziologisch Angehauchtes geschrieben. Danke für die Aufmerksamkeit.)

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