Tagebuchbloggen, September 2014

Was machst du eigentlich den ganzen Tag so, fragt Frau Brüllen; ich antworte hiermit. Die Rahmenbedingungen: die Krabbe ist mit dem Papa in Frankreich, ich nutze die Gelegenheit für Berlin extended.

05:50 Der Wecker klingelt, ich muss aufstehen. D. schlurft taper aus dem Bett, um mir meinen Kaffee zu reichen. Guter Mann. Brote schmieren, in die Arbeitsklamotten steigen, den gepackten Rucksack schultern für ein Wochenende Berlin.

06:34 Ich steige in den Bus Richtung Hbf, dort in den ICE nach Berlin. Die Fahrt läuft im strahlenden Sonnenschein ohne besondere Vorkommnisse: pünktlih, ich lese John Irvings „In one Person“ (wobei: das ist so explizit, das ist schon ein besonderes Vorkommnis), relativ viele Pärchen und Kleingruppen sind unterwegs.

09:05 Ankunft im Büro. Es gilt, die zweitägige Klausursitzung nachzubereiten; außerdem ist es der erste Tag, an dem meine stellenteilige Kollegin N. und ich wieder gemeinsam im Büro sitzen seit Beginn der parlamentarischen Sommerpause. Allerdings, erfahre ich beim Ankommen, ist diese krank, also erstmal einen Kaffee beim Kollegen S.

9:30 Besprechung mit der koordinierenden Referentin: was fällt heute an? Prostitution und Quote sind die Themen des Tages. Zwei nicht ganz einfache Geschichten… Gerade die Quote ist so leidig komplex, dass ich immer ein wenig wahnsinnig darüber werde, und dann dazu den Chef sprachfähig zu machen – Herausforderung!

Die Prostitution bzw. die Reform des Prostitutionsgesetzes ist rechtlich einfacher, aber so emotional besetzt, dass es quasi eine stündliche Aufregung dazu gibt. Die Bürgerbriefe, die wir dazu bekommen, sind teilweise echt krass. Ich behaupte mal, dass die wenigsten der Schreiberinnen jemals als Prostituierte oder Zuhälterin tätig waren, aber sie sind alle Expertinnen. Meine persönliche Meinung: ich halte selbstbestimmte Prostitution für möglich und eine moderate Regelung unter Berücksichtigung der unternehmerischen Freiheit für sinnvoll.

12:45 Mittagessen mit der früheren Kollegin H. und deren Praktikanten. Ich habe Kartoffelsuppe und danach einen Kaffee aus H.s Kaffee-Vollautomat.

13:30 Weiter: Prostitution. Quote.

17:00 Feierabend. Ich schultere meinen Rucksack, chippe mich aus und begebe mich in die Wohnung meiner abwesenden Cousine im Prenzlauer Berg. Eigentlich wollten wir den Abend zusammen verbringen, aber sie musste spontan fort; nun bin ich alleine, aber ich finde das gerade sehr reizvoll. Während der Bahnfahrt zerbreche ich mir den Kopf über die Abendgestaltung: Sushi bestellen (in Berlin so herrlich günstig)? Freiluftkino (in Berlin so herrlich nah und in fest installierten Arenen)? Spazieren gehen? Das sind Entscheidungen, die ich mag.

17:30 Sushi bestellen und im Internet nach Trinkbecher surfen. Vorgabe: keine Edelstahloptik, nicht zu viel Plastik, und dieses dann bitte in weiß. Absolut dicht und ordentlich isolierend. Dafür lege ich auch gerne etwas hin, alleine: es gibt das einfach nicht! Von irgendeiner Vorgabe muss ich mich verabschieden.

18:00 Das Sushi kommt. Wow, auch noch schnell. Ich vermisse Berlin.

19:00 Ich tüdele im Internet und genieße ein bißchen das Alleine-sein. So frisch mit Partner zusammengezogen, tut das auch mal ganz gut.

21:00 Zum Freiluftkino konnte ich mich nicht mehr aufraffen. Duschen, ins Bett und Divergent gestartet, der ist im Kino an mir vorbeigegangen. Zu Recht, wie ich nun bemerke. Keine Empfehlung, auch wenn der Film den Bechdel-Test bestanden hat.

Feierabend. Nu aber ganz und gar.

 

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

2 Kommentare zu “Tagebuchbloggen, September 2014

  1. Sabine sagt:

    Moin moin,
    soll es ein Trinkbecher für Heißgetränke sein? Wenn ja, kann ich den Emsa Travel Mug sehr empfehlen. Der kostet zwar über EUR 20.00, ist sein Geld aber richtig wert (und ich habe in 7 Jahren Pendelei so manchen ausprobiert). Absolut dicht – sogar gefüllt hinlegen geht- und hält superlange heiß (mein Edelstahl Exemplar mind. 4 Stunden – d. h. der Kaffee kühlt zu Hause im offenen Behälter schon ab, damit ich ihn in der Bahn überhaupt trinken kann). UND man kann den Deckel aufschrauben, um auch innen gut reinigen zu können. Aktuell gibt es die Linie „Travel mug fun“ auch in weiss mit einem grünen Rand 🙂 Der hält lt. Emsa Seite zwar nur 2 Stunden ganz heiß, aber das langt vielleicht auch.
    https://www.emsa.com/produkte/mobil-geniessen/thermobecher/travel-mug-fun/
    Alles Gute und viele Grüße
    Sabine

    • jongleurin sagt:

      Danke, danke! Ja, an denen bin ich auch gerade dran. Der Travel Mug sollte es sein, den gibt es auch in weiß – oder gab es. Bei amazon steht er noch drin, aber nicht lieferbar. Und den Travel Mug fun in weiß finde ich tatsächlich schick. Ich muss mir noch überlegen, wie wichtig das für mich ist mit der guten Isolierung.
      Grüße zurück!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s