Tagebuchbloggen

Da ist es wieder, das Tagebuchbloggen am 05. eines jeden Monats! Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Ich bin dabei. Rahmenbedingungen: Das Krabbenkind war bis heute beim Papa, ich habe nach dem Umzug heute frei genommen. Dementsprechend:

06:40 Der Wecker klingelt D. muss arbeiten. Ich stehe auf und mache Kaffee. Während D. im Umzugschaos nach seinen Klamotten und Arbeitsutensilien sucht, trinke ich den Kaffee nacheinander in der Küche, im Wohnzimmer und in meinem Schlafzimmer, das schon recht weit eingerichtet und, wie ich finde, doch ziemlich geil geworden ist. (Schwester 1 hat auf eine Äußerung in diese Richtung sehr despektierlich reagiert: Jaja, nur nicht so bescheiden! Ich: Wieso, ich finde das halt ziemlich gut. Schwester 1: Schon klar, du kannst ja nichts dafür, dass du so geil bist. –  Ph. Diese Leute, die mit Jugendlichen arbeiten, sind immer so sarkastisch. Dennoch: ich finds geil!) Es ist schon toll, so viele Zimmer zu haben, ganz für mich und meine Lieben alleine!

07:15 D. frühstückt und ich leiste ihm Gesellschaft. Zum Essen ist es mir noch zu früh.

07:45 D. geht arbeiten, ich mache mich an die noch verbleibenden 15 meiner Umzugs-Kartons, die ausgepackt werden müssen und im Kinderzimmer stehen. Alle Möbel sind bereits aufgebaut, außer eben im Kinderzimmer, in dem die Kartons stehen. Zwischenziel heute: Das Kinderzimmer so frei bekommen, dass dort auch die Möbel aufgestellt werden können. Außerdem wird heute noch Chantalle vorbeikommen, um sich einen Schlafsack auszuliehen, und ich werde mit der aus dem Urlaub zurückgekehrten Mutterkollegin und nun auch Flurnachbarin L. Kaffee trinken.

Weitere Pläne: einkaufen und das Krabbenkind nach einer Woche Großelternurlaub mit dem Papa aus der Kita abholen und ihm sein neues Zuhause zeigen.

9:00 Es geht ans auspacken.

9:15 Ich langweile mich zu Tode beim Wäsche sortieren.

9:30 L. ruft mir vorm Balkon zu, ob ich zum Frühstücken rüberkommen will. Ich will. Mit wildem Ehegatten L. und Töchterchen M. wird nun fleißig geschmaust und die Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht.

11:00 Frühstück ist fertig, ich gehe zum groß einkaufen. Man hat ja nix da nach so einem Umzug.

12:00 Ich baue das Badezimmer-Regal auf und schiebe D.s Körperpflege-Körbe hinein. Das Bad sieht mit einem Schlag ganz schön geil aus im Vergleich zu vorher, als alles auf dem Boden stand.

Gleich kommt Chantalle dann wird Mittag essen gemacht. Ich habe das Gefühl, dass ich meinem Zeitplan einen Hauch hinterher hinke.

Nach dem Mittagessen – die Energie reicht nur für zwei Wurstbrote – schaffe ich es tatsächlich, eine Bücher/Kleider-KArtons zu verräumen. Dann ist es auch schon an der Zeit, die Krabbe aus der Kita abzuholen.

15:30 In der Kita rennt die Krabbe strahlend auf mich zu. Das Kind rennt! Das ist neu. Es ist verschnupft und etwas heiser, aber eigentlich guter Dinge. Wir ziehen los.

16:00 Im Hausflur treffen wir auf L., L. und M., die zum Spielen auf den Hof wollen. Ich will der Krabbe erstmal die Wohnung zeigen. Das Kind ist etwas irritiert, würdigt die Wohnung kaum eines Blickes und schlägt, vor der Wohnungstür stehend und dran rüttelnd, etwas vehement „Schaukel!“ vor. Der Hof ist dem Kind nämlich von vorigen Besuchen bekant. Nun gut, Schaukel – auf geht es zur Spielsession im Hof.

17:45 Wir machen uns ans Kochen für das Abendbrot. Reis mit Sahne-Gemüse, die Krabbe bekommt Reis mit einem Hauch Sahne. Danach noch ein bisschen Buch gucken und ein wenig Kennenlern-Versuch für die neue Umgebung: das Kind in der Wohnung herumtragen, alle Möbel zeigen, die das Kind schon kennt und kuscheln.

19:45 Ich bringe die Krabbe ins Bett. Den Schnuller will sie, die Hand nicht – etwas erleichtert nutze ich die Zeit, auf dem Smartphone zu surfen. Ich habe gar nichts dagegen, bei dem Kind zu bleiben, bis es schläft, aber dieses rasende Mamas-Hand-kneten jeden Abend für eine Viertelstunde hat mich so langsam wahnsinnig gemacht. Anscheinend ist das nicht mehr angesagt. Danach mache ich noch etwas Klar Schiff, bis um

20:45 D. nach Hause kommt. Wir sitzen etwas in der Küche und schnacken, danach muss er noch arbeiten und ich gehe zum Lesen in mein Bett. Vom Umzug, der Arbeit und auch ein klein wenig vom Kind-Nachmittag bin ich unglaublich erschöpft und döse weg. Aber nicht lange: Die Krabbe ruft. Einmal. Zweimal. Ich merke, dass sie ziemlich verschleimt ist und kaum atmen kann und verfluche die Tatsache, dass die Nasentropfen noch nicht ausgepackt sind. Ich nehme das Kind mit in mein Bett und lagere es mit dem Kopf auf einem Kissen, das hilft etwas. D. schläft auf der Couch, sein Bett ist noch nicht schlafbereit nach dem Umzug.

Die Nacht wird sehr unruhig. Die Krabbe schläft zwar durch, aber dermaßend röchelnd, wälzend, vom Kissen kullernd, an den Bettrand rutschend, dass ich kein Auge zumache.

Gute Nacht, Marie. Ein voller Tag, das war es.

 

 

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