Auf nach Bayern… äh, Franken

Die Krabbe ist nun bei den Großeltern in Franken. Ich brachte sie mit dem Zug nach Würzburg, was etwa 3,5 Stunden dauerte, und wurde von der Oma noch eine Stunde in die fränkische Kleinstadt gefahren, wo der Papa der Krabbe aufgewachsen war.

Ich war vorher noch etwas nervös, weil ich noch nie alleine mit dem Kind so lange unterwegs war, und dementsprechend mit Snacks, Bilderbüchern (da ist die Krabbe gerade ganz wild drauf: „De Bu!“ ruft sie immer und bringt das Medium mit eiligen Schritten. Wir sorgen uns gerade alle, ob sie aus Holland kommt.) und Spielzeug ausgestattet. Die Zugfahrt war recht entspannt, die Krabbe schlief etwa eine Stunde, krümelte dann erfolgreich mit dem Milchbrötchen den halben Zug voll und lief zweimal den gesamten ICE ab, um sich vom Volk feiern zu lassen, was dieses auch begeistert tat. Dann verzogen wir uns ins Kleinkindabteil, wo noch ordentlich Spielsachen sortiert wurden.

Den Rest des Tages haben Großeltern und Enkelkind sich gegenseitig wonniglich beschäftigt, es war sehr niedlich. Abends ging es auf den Keller für eine Brotzeit und ein Kellerbier – ich liebe das wirklich, so eine Kultur fehlt hier in Norddeutschland! Eine kleine Diskussion entwickelte sich auf dem Hügel, unter Tannen auf der Biergarten-Bank, ob die Krabbe schnullern soll oder nicht. Mein Standpunkt: lieber nicht, ich mag die Plastikteile nicht, die Krabbe soll lieber sprechen. Höchstens zu Hause und bei dringendem Verlangen, nicht unterwegs. Die Großeltern: Doch, der Schnuller ist nicht schlecht, wir geben ihn des Öfteren. Keine weitere Einigung, aber doch interessant. Ich weiß auch gar nicht, warum mich die Teile so stören, aber es ist nun mal so. Anscheinend bin ich da auf einer Linie mit dem Papa, und D. ist sogar noch etwas strenger als ich. Dabei schläft sie immer öfter in der Kita oder mit D. auch ohne den Nuckel ein, aber bei mir will sie ihn immer.

Die Nacht verbrachten wir beide im Hobbyraum. Nach einem sehr unruhigen Schlaf wollte die Krabbe morgens gar nicht wach werden, so dass ich ohne richtigen Abschied in den Zug zurück stieg. Der Papa löst mich bei den Großeltern ab und bringt die Krabbe nächstes Wochenende in unsere Heimat, wo ich mich derweil mit dem Umzug plage.

Das lief alles sehr gut. Ich hatte mich vorher gefragt, wie es mit den Großeltern sein würde- immerhin bin ich nun Ex-Schwiegertochter. Schönerweise waren beide herzlich wie immer, und offensichtlich bin ich als Mutter des Enkelkindes dort gewesen, nicht als Ex-Freundin des Sohnes.

Und heute nachmittag ein Anruf der Oma: „Das Krabbenkind will seinen Schnuller überhaupt nicht!“ Tja. Dann also nur noch bei mir. Mama und Schnuller, das scheint DAS Ding zu sein.

Schönen Urlaub, Krabbenkind. Wenn du wieder kommst, hast du ein neues zu Hause.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s