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… Tagebuchbloggen! Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag, heißt es ausgeschrieben. Nun denn.

Rahmenbedingungen: Der Papa ist mal wieder nach Frankreich abgedüst, dieses Mal bleibt die Krabbe bei mir. Der gute F. hat zum Grillen geladen, dankenswerterweise schon nachmittags – da gehen die Krabbe und ich hin. D. begleitet uns. Aber von vorne.

06:30 Die Krabbe erwacht in meinem Bett. Wir üben es gerade, dass sie im eigenen Bett schläft, aber beim zweiten Mal aufstehen, wenn das Kind nachts nach seinem Schnuller ruft, kapituliere ich immer und hole sie rüber. Der Trend aber ist gut, sie schläft immer öfter quasi durch.

Folgender, von meiner Seite aus etwas müder, Dialog entspinnt sich: „Soll ich mir Kaffee holen?“ Nicken. „Willst du auch Milch?“ Begeistertes Nicken, mit Einsatz der wedelnden Arme und leichtem Oberkörperwippen. Da will eindeutig jemand Milch. So nehmen wir jeweils unseren Morgentrunk im großen Bett.

7:45  anziehen. Wir sind mit Vaterkollege L. verabredet – dieser holt netterweise die Krabbe aus der Kita ab an zwei von den Tagen, an denen ich in Berlin bin. Da der Papa auslands weilt, muss ich es so organisieren. Zum Glück ist Plenar-Sommerpause, es geht insgesamt nur um 4 Tage, an denen es so läuft. Mit eingespannt sind D. und Schwester 1. An diesen Tagen werde ich die Krabbe exakt eine Stunde pro Tag sehen und kann endlich einmal nachvollziehen, wie sich ein vollzeit-erwerbsarbeitender Elternteil mit Überstunden so fühlt. Mit dem feinen Unterschied, dass ich trotzdem die alleinige Verantwortung habe. Bericht wird folgen.

8:30 Nettes Frühstück mit L. und seiner Tochter M.

10:30 Krabbenkind und ich gehen in den Supermarkt und machen den Wochenendeinkauf, inklusive Grillgut für den Nachmittag.

11:00 Krabbenkind pennt im Wagen ein, über eine Stunde vor der üblichen Schlafenszeit. Ich bin konsterniert und ahne Schreckliches.

12:30 Krabbenkind wacht wieder auf, 1,5 Stunden vor der üblichen Aufwachzeit. Das wird nicht gut gehen, der schöne Rhythmus! Futsch! Innerlich raufe ich mir etwas die Haare und beschließe, trotzdem entspannt zu bleiben, wenn das Kind heute Abend nach dem sicherlich noch folgenden Nachmittagsschlaf nicht schlafen kann.

14:00 Wir brechen zum Grillen auf, ich besorge noch Fladenbrot.

15:15 Ankunft in Hamburg Hamm, D. holt uns von der Bahn ab, die anderen sind schon alle da. Großes Hallo, alle freuen sich, die Krabbe zu sehen – auch wenn sonst Kinder in diesem Kreis nur rudimentär vertreten sind. Das Kind hat eine hervorragende Zeit, läuft schwungvoll durch den Garten, wird von allen Seiten befüttert und bekommt Aufmerksamkeit ohne Ende. M. hat seinen Vierjährigen dabei, die Kinder nehmen immerhin sporadisch Kontakt auf, und ich muss mir keine Sorgen machen, dass mein Kind das andere zu Boden ringt. Alles sitzen auf dem Rasen herum, es wird gegrillt und gespielt, und ab und an komme ich auch zum Küssen.

16:30 Das Kind wird müde.Ich füge mich meinem Schicksal und fahre es einmal um den Block, wobei es sofort einschläft. Parallel beginnt der Wolkenbruch des Jahrhunderts, wir schaffen es gerade noch in die Toreinfahrt der Grill-Party, wo nun auch der Grill steht. Ein wenig wird noch weiter gegrillt, eine Runde Knutschen im Regen eingelegt, dann zieht alles um in die Wohnung des Geburtstagskindes.

17:15 Das Kind wird geweckt. Es feiert noch richtig und ist der Star des Wohnzimmers. Auch ich habe eine gute Zeit.

19:30 Aufbruch nach Hause.

20:30 D. und ich wechseln uns damit ab, das Kind ins Bett zu bringen, was sich als nervenzehrend erweist. Ich hatte es ja gewusst! Rhythmus ist toll! Es lebe derRhythmus! Es werde der Rhythmus bewahrt werden!

21:30 Das Kind schläft. D. und ich trinken noch ein Glas Wein auf dem Balkon und schauen die erste Folge der zweiten Staffel Walking Dead, wobei ich sanft entschlummere.

 

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