Kochen mit Kind

Insgesamt fordert mich das Kochen mit Kind heraus. Die Herausforderung hat mehrere Ebenen: die Zubereitung und das Gericht, außerdem aber auch das Thema „Appetit verderben“.

Erstmal das Positive: inzwischen kann ich ganz gut in der Küche werkeln, wenn ich die Krabbe einbeziehe. Dafür reicht es schon, einen Stuhl neben die Arbeitsplatte zu stellen, auf den das Kind sich stellen kann. Es tüdelt dann sehr ernsthaft dreinblickend mit den Schnibbelresten oder den Kochlöffeln und freut sich, wenn es beim Zugeben von Gewürzen oder Flüssigkeiten mithelfen darf. Es ist schon extrem niedlich, wenn es begeistert das Paprikapulver in die Soße schüttelt!

Aber welche Soße? Das ist oft die Frage. Das Kind erscheint mir etwas krüsch beim Essen. Das liegt sicher aber auch daran, dass ich es in der vor-mahlzeitlichen Quengelphase immer großzügig mit Banane, Brot oder allem anderen abfüttere, damit ich beim Kochen etwas mehr Luft habe. Ich brauche da mehr Disziplin. Sonst läuft es darauf hinaus, dass ich nur noch Nudeln kochen kann oder Würstchen braten, das isst das Kind immer, völlig unabhängig von der Anzahl der Bananen, die schon in seinem Bauch gelandet sind. Eigentlich bin ich ja der Aufassung, dass das Kind eben mitessen soll, was ich esse – aber ich merke, dass ich erstaunlich wenig koche, wenn es nur um mich geht. Ich bin mehr so die Backofen-Tante – Pommes, Kartoffeltaschen, Back-Camenbert und so, und das will ich dem Kind nicht zumuten. Abends eine Brotzeit wäre auch eine Option, aber wenn das Kind vor dem brotzeitlichen Tisch sitzt, will es nur Wurst oder, wenn es denn sein muss, Käse. Brot ist out. In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot, das ist hier die Devise. Und ich habe abends gerne etwas Warmes.

Ich bin recht zuversichtlich, dass das alles etwas vielfältiger wird, wenn ich mit dem kochlustigen D. zusammen lebe. Parallel probiere ich als nächsten Schritt mal die Reduzierung der vormahlzeitlichen Kost aus. Dann werde ich mir Essen überlegen, die unkompliziert gehen und als Familienessen taugen, wenn ich nur für mich und Kind koche.

Und in der Zwischenzeit wird das Kind weiter die Bolognese-Sauce und das Rührei würzen.

 

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