Sport + Mutterschaft = Hüpfvideos!

Bevor ich Mutter wurde, machte ich etwa 4mal pro Woche Sport. Klettern, schwimmen, Gymnastik. Ich war rank und schlank und megastark. Die Gründe waren einfach und vielfältig: der Papa, mit dem ich damals zusammen war, machte unfassbar viel Sport. Schon alleine, damit man sich ab und an sah, ging ich oft klettern. Eine meiner besten Freundinnen in Berlin hatte dasselbe Sportpensum, mit ihr hatte ich immer Schwimm- und Kletter-Verabredungen mit anschließenden Schnabulieren. Schwimmen gehen in Berlin war ungeheuer günstig. Und ich hatte eine halbe Stelle, also einfach ungeheuer viel Zeit.

Nach der Geburt hörte auch der „kleine“ Sport, den ich in der Schwangerschaft betrieben hatte, erstmal auf. Der Beckenboden schlabberte, die Brüste waren so groß, und der Papa nervte mich dermaßen mit seinem „Andere Frauen gehen auch vier Wochen nach der Geburt wieder klettern!“, dass ich aus Prinzip keinen Bock mehr hatte. Es ging nach etwa drei Monaten dann langsam mit Gymnastik und Schwimmen wieder los, und nach dem Abstillen klappte es auch mit Klettern und Bouldern einigermaßen wieder. Die Muskeln kehrten zurück, was sehr gut tat und tut.

2-3mal Sport pro Woche versuche ich immer noch einzubauen. Der Sport insgesamt ist moderater als früher, ich bin von Natur aus eher träge und neige dazu, in meiner Komfortzone zu bleiben (Kletterfreundin damals: „Bei dir fehlt mir so ein bisschen der Ehrgeiz!“ Sie stand und steht trotzdem zu mir, ich scheine noch andere Qualitäten zu haben.) Einmal wöchentlich bouldern in der Hansestadt oder Berlin, wenn der Kind-Arbeits-Rhythmus das zulässt, einmal schwimmen oder joggen (bah. Joggen. Aber schwimmen bei schönem Wetter im Hallenbad ist auch blöd) und einmal zu Hause Gymnastik, wenn das Kind schläft oder ich zu faul bin, das Haus zu verlassen. Ich bin nicht mehr ganz so rank und stark, aber eigentlich zufrieden.

Ich mache am liebsten Gym…- äh, Workout! mit Video-Anleitung zu Hause. Zuerst dengelte ich bei Youtube herum und suchte mir passende Vorturnerinnen heraus, scheiterte aber oft an der Optik der etwas trashigen Videos (kichernd kann ich so schlecht hüpfen) oder an der rasend schlechten Musik; oder aber an der Tatsache, dass drei Minuten vorgeturnt wird und dann die Anweisung kam, das Ganze einfach 10x zu wiederholen – Video Ende. Ganz alleine, das schaffe ich nicht, ich brauche permanent ein Vorbild, sonst wird das nix mit der Gymnastik! Letztendlich stieß ich auf die Seite http://www.fitnessblender.com, die auch auf youtube vertreten sind. Ich empfehle aber ausdrücklich die Homepage. Das Basis-Angebot ist kostenlos und sehr umfänglich. In der Suche kann man genau angeben, ob und wieviel Equipment man hat, wie lange man sporteln möchte, welche Körperregion trainiert werden soll, der Schwierigkeitsgrad und noch vieles mehr. Hunderte von Videos sind online, die alle sehr gut und strukturiert sind. Betrieben wird das Ganze von einem Pärchen, Mann und Frau, die natürlich toll aussehen, aber nicht wahnsinnig überkandidelt sind und alles hübsch selber vorturnen. Das Ganze ist auf englisch, aber da die volle Länge im Video mitgeturnt wird, kommt man auch gut mit, wenn man nicht viel versteht. Es gibt die verschiedensten Trainingsvarianten – von Yoga über Cardio und Interval-Training bis hin zu klassischen 3 Runden, 8 Übungen, meist mit einem Aufwärm-Teil.

Für mich war und ist das toll, um im Kind-Alltag etwas mehr Bewegung zu bekommen. Und gerade für Eltern, bei denen der andere Part nicht mal eben 50% der Zeit für das Kind sorgt, ist so etwas extrem praktisch.

 

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