Sozialer Druck

Montags, 07:15 Uhr im ICE nach Berlin. Hier kommt man sich vor wie eine faule Arbeitsverweigerin, wenn man seinen Krimi zückt, um sich die Fahrt zu vertreiben: neben, vor, hinter mir sitzen sie alle im Kostüm und Anzug vor ihren Laptops und befüllen Tabellen. Das hier ist ein Großraumbüro, kein Großraumwaggon. Einziger Unterschied zum normalen Arbeitsplatz: etwa die Hälfte der Anwesenden hat die Schuhe ausgezogen.

Stark bleiben, heißt die Devise. Nein, ich kann die Tabelle auch im Büro fertig machen. Das Buch muss morgen in die Bücherei zurück. Man muss Prioritäten setzen.

So hatte ich mir das mit dem Pendeln nicht vorgestellt. Immerhin: es ist schön still. Hier kommt man mal in Ruhe zum Lesen.

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