Tagebuchbloggen

Tagebuchbloggen die 2. Finde ich gut – wie immer organisiert von Frau Brüllen!

8:00 Nach einer durchfieberten Nacht des Kindes wälzen wir uns widerwillig aus dem Bett. D. ist schon gegangen, er musste früh arbeiten, und hat uns netterweise nicht geweckt.

8:30 Frühstück. Das Kind hat erhöhte Temperatur, ist aber ziemlich fit und zufrieden. Ich sage trotzdem die Verabredungen außer Haus für heute ab und lade Schwester 1 ein. Sie sagt zu.

9:30 Kind einpacken und auf, auf zur Apotheke (Nasentropfen) und Supermarkt (essen). Das Kind ist immer noch erstaunlich zufrieden. Es regnet fürchterlich – spazieren gehen wird heute nicht stattfinden. Schade, wenn das Kind krank ist, ist das eigentlich eine dankbare Sache.

10:30 Rückkehr. Die Mitbewohner sind nun auch auf, mein Kind und das der anderen spielen vorsichtig ein wenig. Das läuft mal mehr, mal weniger gut, weil mein Kleines stärker, bestimmender und grobmotorischer ist als das andere, das deswegen oft überfordert ist. Heute klappt es gut. Ein bisschen herumsitzen, Bewerbungen des Mitbewohners besprechen, mit den Kindern tüdeln.

11:30 Mittagessen, Obst-Getreide-Brei für das Kleine.

12:00 Mein Kind wird nun doch quakig. Ich bringe es zum Mittagsschlaf ins Bett, mache mir Avocado-Brote und nehme mir den neuen Elizabeth-George-Krimi vor. Der muss in vier Tagen zurück in die Bücherei, und ich habe noch 440 Seiten vor mir. Auf geht es.

14:00 Schwester 1 kommt vorbei, beladen mit Geschenken. Um 14:10 wird das Kind wach, und die Tante erfüllt freudig ihre Bespaßungs-Pflichten.

15:30 Regenpause, wir strömen an die frische Luft. Schwester 1 nimmt einen Bus nach Hause.

16:30 rumhängen, Kind bespaßen. Nudeln kochen. Mit D. telefonieren. Die Stimmung sinkt allgemein ab, die Temperatur des Kindes steigt.

18:15 Füttern. Mein Kind hält seit kurzem immer die Gabel zum Befüllen hin, möchte die befüllte Gabel dann wieder und schiebt sich das Essen höchstselbst in den Mund. Goldig ist es ja, mein Kind! Den Brei mit dem Löffel komplett selbst zu essen klappt auch ganz gut, wenn man in Kauf nimmt, das hinterher alle Anwesenden ein Bad nehmen (es ist wirklich enorm, welch Schrecken ein Kind verbreiten kann, wenn es den mit Brei befüllten Löffel begeistert schwenkt – da duckt sich ungelogen die ganze WG) und der Fussboden abgeschliffen werden muss, falls man nicht innerhalb von 5 Minuten feucht wischt. Getreidebrei ist wie Beton, wenn er trocknet. Kurzes Stimmungshoch bei mir.

19:00 Meine Mitbewohner bekommen Besuch. Mein Kind, ganz Rampensau, die es nun einmal ist (Sternzeichen Wassermann!), gibt noch einmal alles – Stimmungshoch beim Kind.

19:30 Kind waschen und ins Bett bringen. Da fängt das Elend an… 1,5 Stunden wälzt es sich mit verstopfter Nase (wieso wirken diese Scheiß-Nasentropfen nicht…), schnullerspuckend, weinend mal ins Dösen, mal wieder in den Wachzustand. Ich muss die Windeln wechseln, wir schauen ein Buch an, dann dasselbe noch einmal. Ich bin fertig mit den Nerven, das kenne ich so nicht. Das Kleine schläft sonst hervorragend ein – zwar nicht durch, aber ein. Jetzt so etwas mit dem Wissen, dass die Nacht eher strapaziös wird und die letzte Nacht ebenso war, ist hart. Ich bräuchte eigentlich einen erholsamen Abend. Gerade als ich erschöpft resigniere, dreht es sich zur Seite und schläft alleine ein. Vielleicht haben wir uns gegenseitig genervt.

21:10 Laptop. Nun noch ein Stündchen lesen.

Liebes Tagebuch, das war ein harter Tag.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s