Noch ein Kuss, dann ist Schluß!

Beim Anstoßen auf Impis neuen Job saß ich mit besagtem Impi, D. und beider Mitbewohnerin – nennen wir sie Chantalle – in der Szene-Kneipe, wir sprachen über Bukkake und ähnlich erbauliche Dinge. Irgendwann küssten D. und ich uns über den Tisch hinweg, was Chantalle mit Würgegeräuschen kommentierte und dem Aufschrei: „Das ist, wie wenn die Eltern sich küssen!“

Nach der ersten Konsterniertheit übte ich mich in Toleranz. Chantalle ist generell sensibel. Wenn sie mein Kind sieht, zuckt sie zusammen, bewegt sich nicht mehr und murmelt: „Es macht so gruselige Geräusche.“ Das junge Ding ist außerdem erst knapp 30 Jahre alt, da kann man schon mal erschrecken, dass der distinguierte Mitbewohner so eklige Sachen wie Küssen macht. Wir müssen sie langsam, ganz behutsam mit einer ausgeklügelten Desensibilisierungs-Thearpie an diese Tatsache heranführen. Lautes Geküsse vor ihrer Zimmertür, das Gleiche auf dem Küchentisch und vielleicht noch im Badezimmer, ohne abzuschließen.

Kann ich mir sehr gut vorstellen, so eine Therapie für Chantalle. Ich sorge geradezu mütterlich für meine Mitmenschen. Wie die Eltern eben.

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